Heilwirkung gezüchteter Sorten

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Moderator: Blütenmehr

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Cordula
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Heilwirkung gezüchteter Sorten

Beitrag von Cordula »

Diese Frage beschäftigt mich schon lange und ist jetzt wieder aktuell geworden. Frage: Inwieweit ist die Heilwirkung der Ursprungssorte mit der von gezüchteten Sorten vergleichbar?

Beispiel sind die vielen Ringelblumensorten. Sehen alle verschieden aus, heißen aber alle Calendula. Heilwirkung?

Oder:

Malva sylvestris "Zebrina"
Alcea rosea "Chaters Double"
Lythrum salicaria "Rosy Gem"

Ursprünglich wilde Heilkräuter. Gezüchtet kann man sie als Blumenstauden für den Garten kaufen.

Hat jemand von Euch Erfahrung damit?

forumadmin
Site Admin
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Registriert: 12.12.2006, 17:54

Beitrag von forumadmin »

Hi Cordula - ich hab mich eine zeitlang während meiner Heilpraktiker-Aera damit beschäftigt - auch hab ich eine Zeitlang bei Wala gearbeitet.

Es ist nicht so sehr eine Frage von Züchtung gut oder schlecht, sondern es ist eine Frage von unterschiedlichen Ausgangssorten. Es gibt viele wilde Rosen, aber nur einige davon haben einen hohen bis sehr hohen Rosenöl-anteil. Wenn jetzt ein Züchter mit dem Züchtungsziel "höherer Ölgehalt" züchterisch arbeitet, dann wird die neugezüchtete Sorte einen höheren Ölgehalt aufweisen als die Wildsorte, aber wenn es dem Züchter um andere Eigenschaften ging, kann sich der Ölgehalt reduzieren, muss aber nicht.

Wenn wir uns wilde Möhren oder andere Gemüse anschauen, dann ist wohl i.dR. so, daß die Gesamtheit der Inhaltsstoffe bei den Kultursorten niedriger ist, aber oft einfach aus dem Grund weil die Zellen der Pflanzen größer werden, oder einfach mehr Wasser eingelagert wird. Auch am Boden liegt es oft, wenn bestimmte Kräuter mehr wertgebende Inghaltsstoffe bilden. Arme Böden bringen heilkräftigere Pflanzen als übderdüngte Böden.

LGLudwig

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