Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Und was fängt man nun mit der reichen Ernte an?
Bienchen
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Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Bienchen » 03.03.2010, 10:14

Ich habe letztens gelesen, dass Vollkornmehl eigentlich schlecht für die Verdauung ist, weil die Getreidepflanzen in den Hülsen Giftstoffe als Fressschutz mit einbauen und diese Giftstoffe machen unserer Verdauung dann Probleme.

Wer weiß mehr darüber ?

Ist die Vollkorn-Ideologie womöglich falsch ?

LG Bienchen

forumadmin
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von forumadmin » 03.03.2010, 19:36

wenn man bisher nur Weißmehl gegessen hat, wird der Darm natürlich Schwierigkeiten bekommen, aber von Schädlichkeit, oder gar Giftigkeit habe ich selber weder etwas beim Genuss gemerkt, noch was davon gelesen - und schließlich ist das Vollkorn seit 10.000 Jahren in der menschlichen Ernährung und das Weißmehl erst knapp 100 Jahre hast du Literaturhinweise für diese Anti-Vollkornthese? LGLudwig

liaam
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von liaam » 03.03.2010, 20:00

M.O.Brucker schreibt irgendwo in seinen Büchern, daß die Probleme bei Umstellung auf Vollkorn in der Regel durch die Kombination von industriell hergestelltem Zucker kommt.


Sinnvollerweise stellt man mit dem Getreide-Produkten auch gleich auf Honig als Süßmittel um. Man sollte natürlich auch auf die versteckten Zucker in Konserven, Getränken, etc. achten.

Ich habe im Mai 1988 schlagartig von einem Tag auf den anderen auf konsequent vollwertige Ernährung umgestellt (die ersten drei Jahre auch vegetarisch), die von der Schulmedizin als irreversible Krankheiten dargestellte Leiden hatte ich nach einem halben Jahr los - die Umstellung war eines der sinnvollsten Unterfangen in meinem Leben!

Und das schöne daran, ich habe den Zucker nie vermißt, im Gegenteil, heute wäre es mir ein extremer Horror eine Cola trinken zu müssen...


lg. GeO

Bienchen
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Bienchen » 03.03.2010, 20:16

Ich meine nicht die Probleme bei der Umstellung der Ernährung von Weißmehl auf Vollkornmehl, sondern rein grundsätzlich, dass in den Randschichten der Getreidekörener von der Pflanze her Giftstoffe eingebaut werden, die den Verzehr mit Absicht mehr oder weniger unverdaulich machen sollen als Fraßschutz der Pflanze gegenüber Tieren (und Menschen) und als Schutz vor Verderb durch Bakterien, Viren und Schimmel, denn die Samen solllen ja lange haltbar bleiben. Als Giftstoffe werden Phytinsäure, Alkylresorcine, und Lektine benannt.

Ich habe es in einer Vereinszeitschrift gelesen, wo sich jemand intensiv mit Ernährung auseinandersetzte. Will mal sehen ob ich noch andere Quellen finde...

LG Bienchen

Witty
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Witty » 04.03.2010, 11:08

Vielleicht lest Ihr mal hier .

Hatte ich mal gefunden.

liaam
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von liaam » 04.03.2010, 11:24

Witty hat geschrieben:Vielleicht lest Ihr mal hier .
Hatte ich mal gefunden.
Ja klar - ...und nachts ist der Himmel grün-pink-gestreift, man sieht es nur nicht, weil finster ist!


Wenn man sich mal Mühe gibt und verfolgt, wer was verbreitet, dann kommt man recht schnell hinter den mafiösen Charakter der Lebensmittelsindustrie und ihrer Lobbyisten - besonders tut sich da die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hervor, versucht sich gerne das Mäntelchen der staatlichen/halbstaatlichen Kompetenzgesellschaft umzuhängen und ist zu aller größtem Teil von den Lebensmittel-Multis finanziert. Natürlich nicht direkt, damits nicht jeder gleich merkt.


Besonders hier gilt, traue keiner Meldung/Statistik/etc. die du nicht selber gefälscht hast.


lg.GeO

Bienchen
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Bienchen » 04.03.2010, 19:32

Also ich finde den Artikel von Witty ganz interessant.

Ich bin nämlich auf der Suche nach der Wahrheit und lese deshalb alle möglichen Sachen, möglichst ohne Vorbehalt und mit möglichst viel eigenem Verstand. Die Erfahrung hat mir auch gezeigt, dass es einen nicht weiter bringt, dogmatisch zu sein. Es ist wie mit Ying und Yang, nichts ist nur richtig oder falsch, in jedem Ding steckt auch ein Stück vom Gegenteil mit drin.

Deshalb frage ich mich, was ist wirklich gut für den Menschen oder auch ganz speziell für mich ?

Ludwig sagt und in dem Artikel steht, die Menschen essen seit 10.000 Jahren Getreide, aber von was und in welcher Zusammensetzung haben sie sich vorher ernährt ? War das auch gut, bekömmlich und ausreichend ? Oder vielleicht sogar eigentlich besser ? Welchen Anteil hatte das Getreide in der Ernährung vor 10.000, vor 5.000 Jahren, vor 1000 Jahren, vor 100 Jahren und heute ? Wie wurde es zubereitet ?

Diese benannten Gifte sind wahrscheinlich tatsächlich im Getreide zu finden, aber schaden sie dem Menschen tatsächlich oder sind sie vernachlässigbar gering ?

Das sind viele Fragen, die man nur beantworten kann, wenn man sein Interesse und seinen Fokus breit streut.

LG Bienchen

liaam
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von liaam » 04.03.2010, 20:58

Auszugsmehle und Produkte daraus kamen mit der Industrialisierung in Europa. Der praktische Hintergrund ist, wenn man alle fetten Bestandteile aus dem Getreide entfernt, dann ist Mehl lange haltbar und wird nicht ranzig wie Vollkornmehl. Nur so war die Versorgung der wachsenden Arbeiterschaft möglich.

Vorher war Getreide (und zwar jeweils das, was vorort bevorzugt gewachsen ist) das Hauptnahrungsmittel, morgens und abends gabs eine Getreidegrütze, zu mittag Getreide und Kartoffeln im Wechsel, überwiegend hat man sich pflanzlich ernährt.

Mit der Veränderung der Ernährungsgewohnheiten kamen auch das, was sich heute so schön Zivilisationskrankheiten nennt: Herzinfarkt, Schlaganfall, Übergewicht, Rheuma, Gicht, etc.
Und da parallel zum Auszugsmehl auch der Industriezucker kam, gings auch mit den Zähnen rapide bergab.


Das sind doch alles keine Geheimnisse und belegt - Tatsache ist doch, daß das so gut wie möglich unter dem Deckel gehalten wird, könnte ja jemand auf die Idee kommen und was ändern.
Das ganze ist weder dogmatisch noch missionarisch, durch Nachdenken kann da jeder draufkommen.


lg. GeO

Bienchen
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Bienchen » 05.03.2010, 10:09

Es ging mir nicht nur um "Vollkornmehrl gegen Auszugsmehl", sondern um die Zusammenstellung der Ernährung überhaupt, vielleicht ist das bist jetzt nicht so rausgekommen....

Und ganz so einfach ist es wohl nicht, mit dem was bekannt ist was nicht, denke ich. Es hat ja nicht jeder Ernährungswissenschaften oder Lebensmittelchemie studiert, vielleicht eher mal ein Buch von Bruker, "Fit for life" und ab und zu eine Bio-Zeitschrift gelesen, denke ich.

Ich habe z.B. mal einen Film über Stonhenge gesehen,wo Vermutungen angestellt wurden, warum damals derart momumentale Bauten errichtet wurden....

Im Endeffekt ging es dabei dann erstaunlicherweise um Ernährung. Den Menschen ging es wohl eine zeitlang gut und sie haben sich deshalb auch prächtig vermehrt, waren aber noch Jäger und Sammler . Die Ernährung bestand zum großen Teil aus Fleisch und zu einem kleineren Teil aus gesammelten Früchten, Kräutern und Pilzen. Der Anteil an Kohlehydraten war eher gering.

Durch das Bevölkerungswachstum waren aber die Jaggründe bald erschöpft und es wurden nicht mehr alle satt. Es mussten zusätzliche Nahrungsquellen gefunden werden, wie Getreide und Gemüse in größeren Mengen selber anzubauen, also Ackerbau. Dadurch gab es aber auch gesundheitliche Probleme, erstens bei der Nahrungsumstellung von sehr eiweißhaltig auf mehr kohlehydrathaltig und zweitens durch die andauernde harte Arbeit auf den Acker, die die Menschen so nicht gewohnt waren.

Schuld an dem ganzen Dilemma waren natürlich die Götter, die den Menschen nicht mehr wohlgesonnen waren bzw. die Priester (Druiden), die anscheinend keine Macht mehr über die Götter hatten. Diese mussten also ihre Macht und ihr Wissen unter Beweis stellen und bauten Steinkreise.

LG Bienchen

salvia
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von salvia » 05.03.2010, 13:36

Bienchen hat geschrieben:Es ging mir nicht nur um "Vollkornmehrl gegen Auszugsmehl", sondern um die Zusammenstellung der Ernährung überhaupt, vielleicht ist das bist jetzt nicht so rausgekommen....

Und ganz so einfach ist es wohl nicht, mit dem was bekannt ist was nicht, denke ich. Es hat ja nicht jeder Ernährungswissenschaften oder Lebensmittelchemie studiert,
ich gebe Liaam recht, einfach auch den gesunden Menschenverstand einsetzten, dazu muß man kein Chemiker oder Ernährungswissenschaftler sein. Diese stellen sowieso immer wieder Theorien auf, bei denen die eine der anderen widerspricht, so daß man als Laie eh keine Klarsicht bekommt. :roll:
" ausprobieren - was nicht bekommt, weglassen" (Zitat aus Wittys Link) ist eine meiner Devisen, nach der ich ernährungstechnisch vorgehe. Ich möchte mich nicht kastaneien und Essen ist neben der Grundversorung des Körpers für mich auch Genuss. Achte auf Qualität (Herkunft und Anbau) und Ausgewogenheit. "Sündige" aber auch mal, was Zucker und Weißmehl anbelangt, wenn mir danach ist.
Dogmatisch bin ich bei der Ernährung nur insofern, dass sie bei mir vegetarisch sein muss. :lol:
L.G. Salvia

Bienchen
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Bienchen » 05.03.2010, 17:39

Das ist ja schon okay, wenn man sich um Ernährung nicht allzuviele Gedanken machen will. Natürlich reicht es vielen, möglichst abwechslungsreich zu essen, evtl. auch biologisch und sich aus Genuß ab und zu auch mal eine Sünde zu erlauben. Damit habe ich auch gar kein Problem, das ist ja Einstellungssache und jeder kann es machen, wie er will und ich bin auch nicht perfekt.

Nur wollte ich halt gerne mal tiefer schürfen und der Sache auf den Grund gehen. Ist Vollkorn nun gesund oder nicht ? Oder vielleicht nur, wenn man nicht zu viel davon isst ??? Wieviel Getreide bzw. Kohlehydrate ist wirklich gut für den Allesfresser Mensch ?

Und den gesunden Menschenverstand zu benutzen bedeudet für mich nicht, nur zu sagen:
....morgens und abends gabs eine Getreidegrütze, zu mittag Getreide und Kartoffeln im Wechsel, überwiegend hat man sich pflanzlich ernährt.
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir nämlich, dass so mancher "armer" Bauer gerne zum Frühstück ein paar Spiegeleier mit Schinkenspeck und Bratkartoffeln gegessen hätte, statt nur Getreidegrütze, bevor er raus zur harten Feldarbeit gegangen ist, nur die hatten vielleicht einfach nicht viel, weil sie arm waren. Und es gab ja auch nicht nur bitterarme Bauern, also was haben denn die anderen, die mehr hatten, gegessen ? Außerdem ist Getreidegrütze abwechselnd mit Kartoffeln ziemlich einseitig, also frage ich mich, ob man davon nicht Mangelerscheinungen bekommt ? Außerdem darf man Getreidegrütze nicht gleich setzen mit z.B. einem Bircher-Müsli, dass noch "sehr viel mehr" enthält, als nur Getreidekörner. Waren die viel zitierten Bauern von vor 100 oder 200 Jahren wirklich so kerngesund, wie Bruker schreibt ? Und kommen die Zivilsationskrankheiten wie z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall nicht vielleicht auch daher, dass wir nicht mehr nach einem "natürlichen" Rythmus leben, sondern nach einem maschinengemachten und dass es z.B. im Winter keine Ruhephase mehr gibt ?

Also mir ist das zu verkürzt und ich wollte es nun mal gerne genauer wissen ! Hätte ja sein können, dass jemand mehr darüber weiß !?!

LG Bienchen

Rosemarie
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Rosemarie » 11.03.2010, 10:20

Hallo,
ich möchte jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Ob er hilfreich sein
wird, müsst ihr selber entscheiden.
Erstmal bin ich (noch nur) Ovo-Vegetarierin, esse also hauptsächlich
vegan und ab und zu (liebe) ich Hühnereier. :oops: Die Eier will
ich aber auch noch irgendwann weglassen.
Ich verzehre keinerlei Milchprodukte, weil ich weder eine Kuh noch
ein Kalb bin. Milch ist für Kuhbabys (Kälber) da und nicht für
ausbewachsene Menschen.

Also gehen wir mal davon aus, daß ich Veganerin bin, und das schon
seit einigen Jahren.
Ich habe keine Mangelerscheinungen!

Ganz im Gegenteil. Seit, ich weiß gar nicht genau, wie lange schon,
aber es sind bestimmt schon drei Jahre, ernähre ich mich glutenfrei.
Das heißt, kein Getreide, das Klebereiweiß (Gluten) enthält.
Warum? Ein "wissenschaftliches" :mrgreen: Projekt.
Ich habe MS seit über 10 Jahren und müsste eigentlich Medikamente
nehmen. Die Ärzte möchten gerne, daß ich Interferon etc. spritze,
aber ich bekam (zum Glück) von meinem Arzt nur zeitweise Kortison.
Bis ich dann (Zufall oder Schicksal? Die Hilfe des Universums?) auf
Maria Treben stieß. Ich machte mir von da an aus Heilkräutern
meine eigenen Tees und Tinkturen, mit denen ich mich partiell
einreibe.
Das hilft, und seit ich mich auch noch glutenfrei ernähre, geht
es mir erheblich besser.
Auch brauche ich seit Monaten keinerlei Medikament!
Klingt, als würde ich nichts essen, aber das stimmt nicht.
Obst, Gemüse, Nüsse und selbstgebackene Brötchen aus Maismehl,
Buchweizenmehl, usw. machen ausreichend satt.
Wer sich bezügl. glutenfreier Ernährung und der Probleme, die
der Kleber in Getreide anrichten kann, informieren möchte,
kann ja mal im Zölliakie Forum stöbern.
http://www.zoeliakie-treff.de/zoeliakie/forums.html

Ich glaube übrigens, daß die Menschen früher kein Fleisch
gegessen haben, oder nur sehr wenig, weil sie dieses ja
erstmal fangen mußten. Auch denke ich nicht, daß der Mensch
ein Allesfresser ist. Oder wer kennt jemanden, der mit eigener
Kraft (ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln wie Messer oder
Pfeil und Bogen) eine Kuh reissen kann?
Ein heißes Thema das ist. :lol:

liaam
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von liaam » 11.03.2010, 11:12

Rosemarie hat geschrieben: ... Ich glaube übrigens, daß die Menschen früher kein Fleisch
gegessen haben, oder nur sehr wenig, weil sie dieses ja
erstmal fangen mußten. Auch denke ich nicht, daß der Mensch
ein Allesfresser ist. Oder wer kennt jemanden, der mit eigener
Kraft (ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln wie Messer oder
Pfeil und Bogen) eine Kuh reissen kann? ...
Ein wichtiger Hinweis! Die Natur ist ja nicht blöde - Fleisch- und Allesfresser haben ganz andere Gebißformen als der Mensch, das Menschengebiß ist eher auf fleischlose Kost ausgelegt.


Hallo Rosemarie,
klingt sehr interessant, was Du da schreibst, ich halte Dir auch alle Daumen, daß Du dauerhaft so gegen MS bestehen kannst. Neben vielem anderen zählt halt auch die innere Einstellung, ich wünsch Dir viel Kraft, diese positive Energie zu erhalten.

Ich war ja vergleichsweise "harmlos" nur an heftigem Rheuma erkrankt, die Ärzte haben mich innerhalb kürzester Zeit im Rollstuhl gesehen. Alleine durch die Ernährungsumstellung war das nach einem halben Jahr überhaupt kein Thema mehr - wir sind jetzt über 20 Jahre später, vom Rheuma keine Spur mehr.


lg. GeO

Rosemarie
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Rosemarie » 11.03.2010, 13:57

Hallo GeO,
Danke für deine lieben Wünsche.
Rheuma ist ja auch nicht ohne. Es ist wirklich interessant, daß es einige Menschen gibt,
die offen sind für Alternativen, z. B. Heilkräutern (was für dumme Sprüche mußte ich
mir schon anhören, weil ich so begeistert von frischen Brennesseln bin, der Tee daraus
ist wirklich Weltklasse, oder aber die Schafgarbe, die mir ganz besonders geholfen hat
und dies immer noch macht, ich freue mich schon auf Frisches) und dann scheinbar
viel mehr Menschen Skeptiker sind, die auf die Pharmaindustrie setzen.
Was die nicht zu begreifen scheinen ist, daß die heilige Pharmaindustrie ja nur von
der Natur abkupfert.
Ich selber habe zusätzlich für mich (und nur für mich) beschlossen, daß ich keine weiteren
d. h. zusätzlichen zu den bisherigen (so ich denn überhaupt welche nehme) Medikamente
mehr konsumieren werde, da diese alle an Tieren getestet werden, was mit meiner
Ethik nicht vereinbar ist.
Auf "meine" Pflanzen kann ich mich verlassen.
(Sofern es nicht -15 Grad kalt ist. :shock: (hüstel)
Hoch leben die Wildkräuter. :lol:

Martin
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Re: Vollkorn schlecht für die Verdauung ?

Beitrag von Martin » 11.03.2010, 19:58

liaam hat geschrieben: Ein wichtiger Hinweis! Die Natur ist ja nicht blöde - Fleisch- und Allesfresser haben ganz andere Gebißformen als der Mensch, das Menschengebiß ist eher auf fleischlose Kost ausgelegt.

lg. GeO
Vergleicht man Fossilien oder unsere Verwandten mit den heutigen Menschen, dann ist der Mensch seit seiner Entstehung ein Gemischtköstler. Fleisch wurde schon immer in mehr oder weniger großen Anteilen gegessen, auch wenn sich die Raubtiereckzähne im Laufe der Jahrmillionen zurückentwickelt haben. Kein Wunder: Seit der Mensch Werkzeuge benutzt und das Feuer beherrscht, schneidet er Fleisch und brät oder kocht es. So gesehen sind wir auch nur degenerierte Affen. Und auch wenn man mal ein zähes Schnitzel zwischen die Zähne bekommt, genügt unser Weichkostfresser-Gebiss in der Regel.
Der Mensch ist sehr flexibel. Bei ursprünglich lebenden Inuit war der Fleischanteil an der Nahrung bei über 90 % und das jahrtausendelang. "Zivilisations-Krankheiten" bekamen sie erst mit der Zivilisierung, als sie westliche Ernährungsweisen übernahmen. Kohlenhydrate scheinen da eine große Rolle zu spielen.

Ernährung und Gesundheit sind ein sehr komplexes Thema, das leider sehr oft ideologisch vereinnahmt wird. Und was für den einen gut ist, schadet zuweilen dem anderen. Milch oder Milchprodukte werden z.B. weltweit schlecht vertragen, nur bei Europäern gibt es durch eine wenige Jahrtausende alte Mutation eine Lactose-Verträglichkeit, die aber wiederum nicht pauschal jeden betrifft, sondern nur eine große Mehrheit.

Vorsicht jedenfalls mit pauschalisierenden Aussagen wie der, daß unser Gebiß auf fleischlose Kost ausgelegt ist. Es ist auf weiche Kost ausgelegt, ob das nun Kartoffelbrei oder Hackfleisch ist, kann man aus dem Gebiss nicht ersehen.

Liebe Grüße,

Martin

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