Mangold Bright Lights

Gewinnung, Lagerung, Keimfahigkeit u.ä. von Saatgut,
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Suse
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Mangold Bright Lights

Beitrag von Suse » 29.12.2007, 15:13

Im Handel ist der Mangold Bright Lights als F1 Hybride erhältlich.
In Ihrem neuen Saatgutkatalog ist dies nicht erwähnt und soweit ich weiß, werden bei Ihnen auch keine Hybridsorten angeboten.
Wie ist das zu erklären?
Mit Gruß, Susanne

forumadmin
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Beitrag von forumadmin » 03.01.2008, 09:51

Hallo Suse - danke für deine Anfrage, es ist richtig, das sonst im Handel befindliche Saatgut aus Holland von dieser Sorte ist eine Hybride. Die Dreschflegel-Sorte ist definitiv nicht aus inzuchtgezüchteten Elternlinien, sie ist freiabblühend. Allerdings spaltet sie in verschiedene Farben auf, was bei einer Kreuzung mit unterschiedlichen Eltern normal ist.

Farbige Mangoldsorten, die heute als Ausgangsbasis für die Züchtung von Mehrfarbsorten dienen, gibt es schon sehr lange. Im Album Benary z.B. wurden 1882 sechs Sorten mit überwiegend südamerikanischen Herkunftsbezeichnungen abgebildet (obwohl Mangold wie die verwandte rote/gelbe/weiße Bete ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt). "Bright Lights" soll von dem Hobbyzüchter John Eaton in Neuseeland entwickelt worden sein. Die Sorte ist von der US-Firma Johnny's selected seeds angemeldet, die nach eigenen Angaben die verschiedenen Farben als Linien hält. In Europa ist sie bei der niederländischen Sortenbehörde als "Viellinienhybride" zugelassen, was bedeuten würde, dass das Verkaufssaatgut immer wieder nach einem bestimmten System aus den Ausganngslinien zusammengekreuzt wird und insofern jedesmal eine "F1" von gleicher Farbzusammensetzung darstellt. Im Handel erhältliches konventionelles Saatgut zeigt aber durchaus stärkere Farbabweichungen. D.h., dass hier entweder doch kein so klares System zugrunde liegen kann, oder auch weitervermehrtes (F2...) Saatgut in den Handel gelangt. Die Sorteneigenschaften lassen sich also auch bei freier Abblüte ohne Hybridzüchtung erzielen, dabei muss allerdings durch geschicktes Auslesen und Zusammenbringen der Pflanzen die Population so gelenkt werden, dass die Farbzusammensetzung stimmt und nicht einzelne Farben verlorengehen, andere (rosa!) mit der Zeit überhand nehmen. Probiere es doch mal im eigenen Garten selbst aus!

LGLudwig

Suse
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Beitrag von Suse » 03.01.2008, 17:00

Hab vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Susanne

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