Majoran und Basilikum Vermehrung

Gewinnung, Lagerung, Keimfahigkeit u.ä. von Saatgut,
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Selbstversorger
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Majoran und Basilikum Vermehrung

Beitrag von Selbstversorger » 01.08.2017, 19:32

Grüß Gott,

ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema Saatgutvermehrung und baue auf dem Bauernhof meiner Großeltern größere Flächen zwecks Selbstversorgung einer Familie an. Dabei setze ich vorallem die robusten Sorten von Dreschflegel ein. Da ich ein Freund massiver Mischkultur bin und mein Boden Sandig/Lehm bzw. teilweis durchmischter Lehmboden ist habe ich mit einigen Sorten vorallem der Lichtkeimer so meine Probleme.

Ich hab dieses Jahr z.B 53 TomatenPflanzen der Sorte De Bareo im Anbau und freu mich bereits auf die Tomatensoßen für den Winter in Mischkultur mit Basilikum / Ringelblume. Nächstes Jahr werden es so 100 werden eine zweite Tomatensorte z.B Roma die ich nur in Töpfen habe wird den rest auffüllen.

Lange Rede kurze Sinn auf meinen Boden und gerade auf für Guken habe ich einen enormen Saatgutbedarf an Begleitpflanzen da ich diese auch trockne und weiterverarbeite.

Ich hab leider in dem Buch Handbuch Samengärtnerei nichts zur Vermehrung von Kräutern gefunden wie z.B Basilikum und Majoran , aber auch Ysop , Estragon usw. interessieren mich sehr.

Ich gehe davon aus das man die Pflanzen früh sähen/vorziehen sollte und man einen sehr kleinen Samen erhält , die Pflanzen auch einjährig sind. Wie kann man am besten von Majoran und Basilikum Samen ernten , besteht gefahr das er ausfällt ? Ich ziehe ihn meistens in Anzuchterde vor da bei mir eine direktsaat meistens nicht gut wegen Boden / Wetter funktioniert.

Bin sehr begeistert für euere Arbeit und kann mir vorstellen langfristig Bio Anbau alter Sorten oder auch Saatgut zu produkzieren momentan besitzt der Hof noch ca. 30 Hektar ich bewirtschafte einen kleinen Teil in Mischkultur.

Gruß aus dem Frankenland
MfG & Gottes Segen

forumadmin
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Re: Majoran und Basilikum Vermehrung

Beitrag von forumadmin » 02.08.2017, 11:45

Hallo Selbstversorger
Basilikum ist meist einjährig, aber es gibt auch mehrjährige Arten. Majoran, Ysop und Estragon sind mehrjährig. Beim Basilikum sollte man sehr früh vorziehen, da im Herbst mit Beginn der feuchten Nächte die Samenstände verpilzen und die Samenernte vernichten.

LGLudwig

Selbstversorger
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Re: Majoran und Basilikum Vermehrung

Beitrag von Selbstversorger » 02.08.2017, 18:24

Ich habe diese Kräutersorten noch nie bis zum Blühen belassen.

Kann man Majoran/Basilikum und von anderen Kräutern bereits im ersten Jahr Samen gewinnen ?
Rein logisch muß dies ja bei Basilikum der Fall sein.

Wie kann man verhindern das die kleinen Samen vom Wind/Regen vernichtet werden , ich dachte daran sie mit einer Plastikhülle zu überstülpen oder eventuell mit Teebeutelgroßen Tütchen und diese zuzubinden.

Ich nehme an das aufgrund der kleinen Samen sich diese in einer Samenkapsel befinden , anders als beim Schlittlauch oder diese sofort ausfallen würden wie z.b bei Kornblumen wenn sich die Samenkapsel dann öffnet
weshalb ich sie dort vorernte und nachtrockne.

forumadmin
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Re: Majoran und Basilikum Vermehrung

Beitrag von forumadmin » 05.08.2017, 07:11

Hallo
Basilikum bildet im ersten Jahr den samenstand. Mehrjährige i.d.R. erst ab dem zweiten Jahr. Plastiktüte würde ich nicht nehmen, das schafft eine feuchtes LUftklima in dem sich Pilze entwickeln können. Besser ein kleines Überdach schaffen
LGLudwig

Shiva
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Re: Majoran und Basilikum Vermehrung

Beitrag von Shiva » 14.12.2017, 21:30

Hallo,
Basilikumsamen ernte ich auch so gut, wie jedes Jahr. Das klappt ganz gut. Inzwischen habe ich mir aber angewöhnt, ein paar Pflanzen, zumindest eine, im Haus stehen zu lassen, damit ich eine sichere Samenernte bekomme. Ich lasse jetzt schon ein und die selbe Basilikumpflanze, ein zweites Mal überwintern, im Haus. Da war ich Anfang des Jahres ganz stolz darauf, dass sie das überlebt hat. Das ist das wilde Basilikum. Ich wohne in einer sehr windigen Gegend, wenn man da nicht rechtzeitig dran ist, hat man kaum Chancen. Ich merke auch zunehmend, dass mir die Vögel, wahrscheinlich aufgrund von Nahrungsmangel, die Samen wegfressen, und das, bevor sie richtig ausgereift sind. Das wird langsam zu einem Problem, da ich ja nicht alle Pflanzen im Haus haben kann. Verstehen kann ich die armen Vögel ja.

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