Saatgut vom Ölkürbis

Gewinnung, Lagerung, Keimfahigkeit u.ä. von Saatgut,
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Shiva
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Saatgut vom Ölkürbis

Beitrag von Shiva » 29.10.2014, 15:47

Hallo an alle,

ich habe da ein Ölkürbiskernproblem. Die Kerne vom Ölkürbis hatte ich auf einer Heizanlage, ca. 23°C, für einige Tage trocknen lassen. Sie fühlten sich richtig gut und trocken an. So dachte ich zumindest. Dann packte ich sie in eine Blechdose, mit Deckel. Nach ca. fast 2 Wochen, wollte ich neu getrocknete Kürbissamen hinzutun. Dabei musste ich mit Schrecken feststellen, dass alle Samen darin wieder feucht waren und aneinander klebten, zum Glück noch nicht verschimmelt. Bei anderen Kürbissamen hatte ich das Problem noch nie gehabt. Ich denke, das hat wohl was mit dem Ölgehalt in den Samen zu tun. Aber wie mache ich das nun am besten? Wenn ich sie im Ofen trocknen würde, dann geht sicherlich die Keimfähigkeit kaputt. Und woher weiß ich nun, wann die Kerne wirklich trocken sind und nicht nur gefühlt trocken?

Danke, falls jemand was weiß.

forumadmin
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Re: Saatgut vom Ölkürbis

Beitrag von forumadmin » 30.10.2014, 08:33

Hallo Shiva - Der Feuchtigkeitsgehalt von Samen wird von Raiffeisen und einigen Landwirten vor allem für Getreide gemessen. Besonders wichtig ist das beim fettreichen Hafer, denn der braucht 2 Monate zum "Nachschwitzen" und auch danach muss er immer wieder umgeschichtet werden sonst fängt er an zu müffeln. Man sagt, bei 12 % Feuchtigkeit ist eine problemlose Lagerung möglich. Solche Feuchtigkeitsmessgeräte hat natürlich keiner, wenn man aber messen will, kann man das mit dem Gewicht machen, muss allerdings eine Feinwaage sein. Und solange das Gewicht noch runtergeht geht noch Feuchtigkeit raus.
Ich selber teste die Feuchtigkeit meiner Samen nicht - früher ist mir auch schon mal was vergammelt, aber das ist schon lange nicht mehr passiert. Ich lasse die Samen einfach sehr lange im warmen Raum liegen (2 Wochen oder länger - möglichst nicht die Küche oder das Schlafzimmer, da ist die Luftfeuchtigkeit höher). Danach müssen sie luftdicht verschlossen werden und kühl stehen.
LGLudwig

Shiva
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Re: Saatgut vom Ölkürbis

Beitrag von Shiva » 30.10.2014, 10:06

Danke Ludwig, für deine professionelle Antwort. Ehrlich, ich finde es immer sehr erfrischen hier etwas zu schreiben und zu fragen, wenn man mal nicht weiter kommt. Hier weiß ich einfach - und das Lob geht jetzt mal auch ganz doll an dich - dass ich fachmännischen Rat bekomme. Oder du schreibst ganz ehrlich, wenn du mal was nicht weißt. Aber es kommt hier kein Möchtegern-, Allesbesserwisser- Schrott, wie oft in anderen Foren.

Aber ich habe ja die Befürchtung, dass nach 2 Wochen Trockenzeit, ich kaum noch Samen über haben werde, weil ich hier jetzt schon allen, die ich beim Naschen erwische, auf die Finger klopfe :lol:
Alleine deshalb könnte ich schon gar nicht wiegen, weil das Gewicht stetig abnimmt.
Aber ich versuch´s dann noch mal, sie so lange trocknen zu lassen. Das Problem hatte ich bis jetzt echt nur mit den Ölkürbissamen.
Liebe Grüße,
Shiva :D

forumadmin
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Re: Saatgut vom Ölkürbis

Beitrag von forumadmin » 30.10.2014, 11:06

Danke Ludwig, für deine professionelle Antwort. Ehrlich, ich finde es immer sehr erfrischen hier etwas zu schreiben und zu fragen, wenn man mal nicht weiter kommt. Hier weiß ich einfach - und das Lob geht jetzt mal auch ganz doll an dich - dass ich fachmännischen Rat bekomme. Oder du schreibst ganz ehrlich, wenn du mal was nicht weißt. Aber es kommt hier kein Möchtegern-, Allesbesserwisser- Schrott, wie oft in anderen Foren.
das tut gut - ich danke dir.
Aber ich habe ja die Befürchtung, dass nach 2 Wochen Trockenzeit, ich kaum noch Samen über haben werde, weil ich hier jetzt schon allen, die ich beim Naschen erwische, auf die Finger klopfe
:D
Ja bei Kürbissamen sehe ich dieses Problem auch. Ich sortiere die nicht ganz so guten Samen aus, die sind bei uns zum essen da, da ists dann nicht so schlimm.
Aber ich versuch´s dann noch mal, sie so lange trocknen zu lassen. Das Problem hatte ich bis jetzt echt nur mit den Ölkürbissamen.
Ja es könnte tatsächlich an dem Fettgehalt liegen, denn wenn ich mich erinnere, haben bei mir mal die Kohlsamen geschimmelt, die sind auch sehr fettreich.
LGLudwig

Shiva
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Re: Saatgut vom Ölkürbis

Beitrag von Shiva » 04.01.2015, 12:48

Ein schönes Neues Jahr euch allen.

Ich habe es probiert mit der nächsten Ladung Ölkürbissamen. Ca. 4 Wochen lang habe ich sie trocknen lassen, dann verpackt und zwischendurch immer mal nach Feuchtigkeit kontrolliert.
Okay, die muss man wirklich extrem lange trocknen lassen, im Gegensatz zu anderen Samen. Aber hat super funktioniert, alles perfekt, alles trocken geblieben. Und schmeckt gut, im selbstgebackenem Brot. :D

forumadmin
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Re: Saatgut vom Ölkürbis

Beitrag von forumadmin » 05.01.2015, 12:32

Na wunderbar - ich wünsch dir und allen anderen die das lesen auch eine gutes Neues Jahr

LGLudwig

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