Probleme mit Schwarzwurzel-Anbau

Gewinnung, Lagerung, Keimfahigkeit u.ä. von Saatgut,
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lavica2004
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Probleme mit Schwarzwurzel-Anbau

Beitrag von lavica2004 » 16.02.2013, 19:06

Vor Jahren hatte ich Schwarzwurzeln ohne jedes Problem angebaut mit guten Ernten (das war in Norddeutschland). Inzwischen lebe ich in Bosnien-Herzegowina (Klima ist aehnlich wie in Sueddeutschland). Alle Gemuese und Salate wachsen praechtig. Von manchen ernte ich eigene Samen, die auch bisher wunderbar gekeimt haben.
Nur mit Schwarzwurzeln habe ich Probleme. Ich hatte schon zwei mal Samen (von einem hollaendischen Bio-Samenversand) gekauft und ausgesaet. Von jeweils 100 Samen sind nur zwei Planzen aufgegangen. Ich habe diese dann stehen lassen - bis ins naechste Jahr zur Bluete und habe anschliessend viele Samen gewonnen, diese wie ueblich getrocknet und an einem dunklen trockenen Ort aufbewahrt. Vor ein paar Wochen habe ich nun - wie auch bei einer Reihe anderer Samen eine Keimprobe gemacht (Auf gut feucht gehaltenem Kuechenpapier). Alle anderen Samen keimten, nur der Schwarzwurzelsamen nicht. Er steht jetzt schon drei Wochen.
Ich habe keine Ahnung, woran das liegen koennte?!
Weiss vielleicht jemand Rat?
Herzlichen Gruss
Gabriele

forumadmin
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Re: Probleme mit Schwarzwurzel-Anbau

Beitrag von forumadmin » 17.02.2013, 13:44

Hallo - Schwarzwurzelsamen gehören zu den am schlechtesten keimenden Samen - wenn dann bei der Samenreife zu feucht war, kann das schon das Aus bedeuten.
LGLudwig

lavica2004
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Re: Probleme mit Schwarzwurzel-Anbau

Beitrag von lavica2004 » 17.02.2013, 16:58

Lieber Ludwig,

danke fuer Deine Antwort! Eigentlich hatten wir hier im letzten Sommer totale Trockenheit! Es sollte also nicht an der Feuchtigkeit liegen.
Sollte ich dann besser Samen kaufen? Oder die, die ich habe, vielleicht ganz dicht aussäen?
Baust Du selbst Schwarzwurzeln an - mit Dreschflegel-Saatgut? Und - falls ja - wie klappt das?
Ich liebe Schwarzwurzeln...

Ich habe noch eine Frage bzgl. Zwiebeln. Bisher habe hier ich Steckzwiebeln gekauft, bin aber mit denen immer weniger zufrieden. Die Qualität ist sehr schlecht. Nun ueberlege ich, Zwiebeln auszusäen. Welche Zwiebelsorte (von Dreschflegel) ist denn am unempfindlichsten und welche wächst am schnellsten? Koenntest Du eine Sorte empfehlen? Ich werde die Zwiebeln erst Ende März aussäen koennen, da ich vorher unterwegs bin. Ist das dann schon zu spät? Bis wann sind die Zwiebeln reif? Bisher hatte ich sie spätestens im Juli geerntet und dann Wintersalat o. ä. gepflanzt...
Danke fuer Deine Muehe!

Herzliche Gruesse

Gabriele

forumadmin
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Re: Probleme mit Schwarzwurzel-Anbau

Beitrag von forumadmin » 26.03.2013, 08:03

Hallo lavica - irgendwie hab ich diesen post übersehen. Ich hoffe du liest ihn noch, noch ist es ja nicht zu spät, da der Winter uns noch im Griff hat.

Wenn man nicht weiß ob das eigene Saatgut noch keinmt, macht man eine Keimprobe im Haus. Dazu legt man Samen auf feuchtes Krepp- oder Clopapier, es muss zugedeckt stehen, damit es nicht austrocknet, klassisch nimmt man dafür Petrischalen mit Deckel.

Die eigenen Steckzwiebeln zu ziehen ist sehr gut, vor allem da man damit eine größere Auswahl an Sorten hat. Da Steckzwiebeln nicht dicker als 2 cm werden dürfen, haben sie eine relativ kurze Vegetationszeit und somit kann man sie auch später säen. Wenn man im April sät kann man schon Ende Juni schauen ob sie dick genug sind. Dann müssen sie grün geerntet werden. Lieber zu klein als zu dick, denn die Dicken gehen dann im nächsten Jahr in Blüte. Die ausgezogenen Zwiebeln müssen flach ausgebreitet nachtrocknen, die Gefahr des faulens ist sonst groß. Eine Reihe von einem Meter schafft genug Steckzwiebeln.
Wenn man schon im ersten Jahr aus Samen dicke Zwiebeln ernten will, müssen sie sehr früh (Mitte März) im Haus gesät und dann im April vereinzelt ausgepflanzt werden. Am besten eignet sich dafür die Sorte Zittauer. Die Zwiebeln werden geerntet wenn sie einem dick genug erscheinen oder wenn die Blätter vertrocknen.
LGLudwig

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