Vermehrungs-Kohlrabi faulen

Gewinnung, Lagerung, Keimfahigkeit u.ä. von Saatgut,
Antworten
Raritätenhamster
Beiträge: 104
Registriert: 23.12.2007, 09:57

Vermehrungs-Kohlrabi faulen

Beitrag von Raritätenhamster » 08.03.2008, 11:46

Hallo

habe immer wieder Probleme, Kohlrabis füe die Saatgutgewinnung über den Winter zu bringen. Ich grabe sie im Spätherbst aus und setze sie in relativ grosse Töpfe. Diese stehen trocken und hell, gegossen wird je nach Witterung von Hand, so dass sie trocken bis mässig feucht stehen. Aber irgendwann kriegen die meisten irgendwo eine faule Stelle und gehen ein. Wie kriege ich die gesund über den Winter?

Und noch eine Frage: letztes Jahr hatte ich von einer alten Kohlarabisorte einen dabei, der ziemlich rasch aufstengelte und blühte. Ich habe dann die Samen trotzdem gewonnen und dieses Jahr ausgesät. Eigentlich dachte ich aufgrund dieser Negativ-Auslese, nun viele sofort blühende Kohlarabis zu erhalten, aber das Gegenteil war der Fall. Es gab schöne und gute Knollen, mindestens von dieser Generation blühte keiner frühzeitig. Eine solche Vermehrung ist wohl trotzdem nicht ratsam, oder?

Danke für Eure Hilfe
Raritätenhamster

forumadmin
Site Admin
Beiträge: 680
Registriert: 12.12.2006, 17:54

Beitrag von forumadmin » 08.03.2008, 14:44

Mit Kohlrabiüberwinterung hab ich keine Erfahrung da müssstest du dich mal an SC oder RE wenden.

Ja es ist eine Negaivauslese, wenn du die Schosser weiterzüchtest, aber es ist kein Grund diese Samen nicht weiterzunehmen - schau wie sich die Nachkommen entwicklen, es könnte sein, dass sich dieses einmalige Schießen nicht sehr auswirkt. Züchterische erfolge erzielt man eh erst nach einigen Selektionen (Generationen). LGLudwig

mieze
Beiträge: 157
Registriert: 29.02.2008, 10:36
Wohnort: 91466 Gerhardshofen , Germany
Kontaktdaten:

Beitrag von mieze » 08.03.2008, 18:07

Hast du schon mal mit den Assaat-Tagen von Maria Thun gearbeitet?

Der Zeitpunkt, wann eine Pflanze geerntet oder standortversetzt wird, ist sehr ausschlaggebend, ob die Pflanze zum verpilzen und zersetzen neigt.
Die Enteangaben für Wurzeln werden von ihr auf sogenannte Wurzeltage gelegt. Ich würde auch Kohlrabi, die ich für die Weiterzüchtung umsetze und einwintere, vorzugsweise an solchen Tagen in Töpfe setzen. Meine Erfahrung ist, daß die von Frau Thun angegebnen Wurzeltage ausgesprochen trockene Tage ohne Nebelfeuchte sind. Außerdem macht es vielleicht Sinn, die Kohlrabis 1 bis 2 Wochen vor dem Umsetzen mit Schachtelhalm-Tee zu gießen. Sie werden dadurch etwas lichtempfindlicher in den Zellen, was Sporen überhaupt nicht lieben.

Grüssle Uli
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Exupéry

Großrollerfahrer aus Leidenschaft.
Die sinnlichste Art der schnellen Fortbewegung.
Mein Forum:www.tmaxforum.de

forumadmin
Site Admin
Beiträge: 680
Registriert: 12.12.2006, 17:54

Beitrag von forumadmin » 09.03.2008, 08:46

Danke für deine guten Tips Uli - ein anderer Punkt der mir noch einfällt ist, dass sich einige Pflanzen besser im Jugendstadium überwintern lassen, also für die Überwinterung später säen. LGLudwig

Raritätenhamster
Beiträge: 104
Registriert: 23.12.2007, 09:57

Beitrag von Raritätenhamster » 09.03.2008, 10:11

Danke Euch beiden für die Antworten!

Ich hab grad noch nachgeschaut, die Aussaaten waren immer ziemlich früh, so Mitte Februar. Werde die Überwinterung mal mit jüngeren Pflanzen versuchen.

Und zu Maria Thun: ich mach zwar meine Aussaatpläne nach ihrem Kalender, aber wenn es zeitlich nicht passt, müssen eben andere Tage dran glauben. :wink:

lG Raritätenhamster

Antworten