Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Hier geht es um Anbaumethoden und Tipps bei Anbauproblemen
Antworten
ursina
Beiträge: 3
Registriert: 20.03.2016, 20:10

Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von ursina » 22.03.2016, 10:50

Hoi Zäme!

Ich habe mich dieses Jahr für die hochwachsende Zuckererbse "Groot Zuckearfen" entschieden. Kann ich diese wie Bohnen an Bohnenstangen hochranken lassen, oder brauchen sie ein Erbsengerüst wie ihre kleinwüchsigeren Verwandten? Wie würde dieses dann für die empfohlene Abstützhöhe von 1.80 Meter aussehen?

Wär super, wenn ich noch heute eine Antwort bekäme, denn morgen soll's schon wieder regnen...

Herzliche Grüsse aus der Schweiz

ursina

forumadmin
Site Admin
Beiträge: 664
Registriert: 12.12.2006, 17:54

Re: Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von forumadmin » 23.03.2016, 07:24

Da sich Erbsen nicht so winden wie Stangenbohnen, sondern mit mit Miniranken festhalten, sind dünne Haltemöglichkeiten das Mittel der Wahl, also zum Beispiel Drahtgitter. Ich nutze aufgerollten Drahtzaun, am Ende jeweils auf Holz getackert. Dann Baustahl stangen in die Erde und dran festgemacht. Man kann dieses ganze dann ca 30 cm über der Erde beginnen lassen, plus die 1,50 des Drahtzauns und schon sind wir auf der benötigten Höhe.

LG Ludwig

ursina
Beiträge: 3
Registriert: 20.03.2016, 20:10

Re: Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von ursina » 23.03.2016, 07:30

Vielen Dank für die Auskunft!

Ich habe die Installation doch gestern schon gemacht - und intuitiv deinen Empfehlungen gefolgt: Ein ca. 1.70 Meter Maschendrahtgitter an Bohnenstangen befestigt, ca. 20 cm über Boden beginnend. Sollte es dann unstabil werden mit den schweren Pflanzen dran, werde ich seitlich noch vier Stützen einrammen.

Ich habe die Erbsen im ca. 15cm-Abstand beiden Seiten des Drahtgeflechts entlang gesät. Ist das richtig?

Liebe Grüsse
urisina

forumadmin
Site Admin
Beiträge: 664
Registriert: 12.12.2006, 17:54

Re: Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von forumadmin » 23.03.2016, 10:22

na wunderbar - wer sich in Bedürfnisse und Eigenschaften von Pflanzen hineindenken kann kommt auf ähnliche Ergebnisse.
Auf beiden Seiten zu säen wäre nicht nötig, da werden sie sehr dicht werden, aber der Zaun wirds schon halten und mit Stützen eh. Ich säe immer erst mal und mache dann die Stützen später dran. Meine Erbsen sind aber noch nicht dran, hab noch genug anderes zu tun - und heute regnets eh - zum Glück hab ich die meisten Beetflächen fertig bekommen, bevor es wieder nass wurde.

LGLudwig

ursina
Beiträge: 3
Registriert: 20.03.2016, 20:10

Re: Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von ursina » 23.03.2016, 11:01

Hoppla, dann habe ich mir wohl einen Erbsenwald herangesät... ;-)

Ich werde in ein paar Monaten berichten, wie sich die Doppelreihe bewährt hat. (Hab vor, beide Reihen locker mit einer Schnur seitlich des Zauns anzubinden, um mehr Luft in den Erbsenwald zu bringen...)

Noch eine Frage, wenn ich schon mal mit einem Profi am Draht bin: Ich weiche das Erbsen- und Bohnensaatgut jeweils vor der Aussaat ein, damit die Samen quellen und im Feld schneller keimen. Letzes Jahr hatte das Bohnensaatgut sogar schon zu keimen begonnen, als ich es in den Boden setzte. Für mich ist das gute Methode, die Keimsicherheit zu erhöhen. Weil ich aber noch nie von dieser Praxis gelesen habe, denke ich, dass sie einen Haken haben könnte. Vielleicht weisst du hier mehr?

Herzliche Grüsse
ursina

forumadmin
Site Admin
Beiträge: 664
Registriert: 12.12.2006, 17:54

Re: Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von forumadmin » 27.03.2016, 07:39

Ich binde meine Erbsen zusammen (also an den Zaun ran) wenn sie sich zu sehr nach außen wenden und damit zu breit werden.

Die Bohnen und Erbsen habe ich auch immer vorgeweicht und oft genug hab ich auch gewartet bis sie schon einen Keim hatten. Das passiert auch immer dann, wenn man sich mit dem kommenden Wetter verrechnet hat (wenns dann regnet). Und gerade auch bei trockenem Wetter ist es gut die Samen schon vorgequollen zu haben, da sie sonst ewig im Boden liegen, ohne sich zu rühren.

Bei Bohnen ist es sogar anzuraten, da es oft genug passiert, dass Maden in der Erde schon auf die Bohnensamen warten um sie zu vernaschen. Und wenn sie erst quellen und keimen müssen, haben die Maden mehr Zeit sich die Bohnen zu Gemüte zu führen und dann sind die Bohnen aufgefressen, bevor sie das Licht der Welt erblicken. Somit ist das eine gute Methode - warum die noch nicht so ausführlich besprochen wurde weiss ich nicht.

LGLudwig

Martin
Beiträge: 91
Registriert: 03.06.2008, 19:05
Wohnort: Ostalb

Re: Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von Martin » 30.03.2016, 20:47

Ich hab Bohnen und Erbsen noch nie vorgeweicht und hatte fast immer gute Ergebnisse. Abgesehen davon lege ich Wert darauf, starke Pflanzen anzubauen. Da ich bei manchen Sorten auch selbst Samen gewinne, ist es mir wichtig, eine Auslese zu betreiben, die nur die Starken überleben. Verhätscheln durch Einweichen oder sonstige Maßnahmen verfälschen diese Auslese nur. Sowas mach ich nicht mit.

Liebe Grüße,

Martin

forumadmin
Site Admin
Beiträge: 664
Registriert: 12.12.2006, 17:54

Re: Hochwachsende Zuckererbsen - wie binden?

Beitrag von forumadmin » 31.03.2016, 08:40

Martin:
Ich hab Bohnen und Erbsen noch nie vorgeweicht und hatte fast immer gute Ergebnisse. Abgesehen davon lege ich Wert darauf, starke Pflanzen anzubauen
Das ist mir natürlich auch wichtig - aber beim Einweichen sehe ich da keinen Grund für. Das Aufquellen ist i.d.R. ein physikalischer Prozess - trockenes zieht Feuchtigkeit an - deshalb gehe ich davon aus, dass dies keine vererbbare Eigenschaft ist. Außer es sind Pflanzen, die sich mit z.B. harten Schalen für einen langsamen Flüssigkeitsanstieg im Samen entscheiden. Was aber eine seltene Eigenschaft ist und vor allem bei Pflanzen vorkommt, die in trockenen Gegenden wachsen um sicher gehen zu wollen, dass genügend Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist.

LGLudwig

Antworten