Winterlagerung von Rüben

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forumadmin
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Winterlagerung von Rüben

Beitrag von forumadmin » 18.03.2015, 17:10

Gerade hörte ich von einem Kunden, wie er seine Rüben lagert. Im Sand sind sie ihm immer entweder gefault, geschimmelt oder waren zur jetzigen Zeit weich. Diesen Winter hat er sie in einer Gartenlaube unter Stroh gelagert - 15cm Stroh auf den Betonboden, dann eine Lage Bete mit Blättern (die sind im Laufe des Winters gefault, haben aber die Rüben nicht angesteckt), wieder Stroh drauf und so weiter - er hat 40 kg eingelagert. Die Rüben sind momentan immer noch saftig und sehr fest und treiben noch nicht aus. Er hat sie den ganzen Winter über rausgeholt, sie waren zu keiner Zeit eingefroren.

Wer möchte von eigenen Einlagerungen berichten?

LGLudwig

liaam
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Re: Winterlagerung von Rüben

Beitrag von liaam » 19.03.2015, 12:14

Wir haben einen alten Rübenkeller (früheres landwirt. Anwesen), der hat einen Lehmboden und lehmgemauerte Rauhsteine mit Lehmputz, dort lagere ich mein Gemüse ein. Winters nicht unter +4°C, sommers in der Regel nicht über +8°C, angenehme Luftfeuchtigkeit.

Möhren, Bete in großen Mörtelkübeln in Sand, für den Sellerie habe ich Kisten gebaut, auch in Sand gelagert, der Sellerie schaut am Blattansatz raus, die Kartoffeln liegen offen in der Kartoffelkiste, die rundum belüftet ist. Winterrettiche kommen normalerweise in Sand, wie der Sellerie - bin ich aber in diesem jahr nicht dazu gekommt, die liegen momentan offen, treiben geringfügig aus, sind aber noch knackig.

Äpfel + Birnen lagern in Kisten, die rundum belüftet sind, in einem Regal, das durch eine halbe Wand von dem Gemüse getrennt ist.

Die Zwiebeln liegen momentan noch ausgebreitet in der Scheune (etwa Außentemp.), die kommen demnächst in Säckchen und werden in einen Vorratsraum gehängt.


Wenn alles "normal" läuft, dann reicht das eingelagerte Gemüse, bis es fast im Garten frisch geerntet werden kann, sprich: Möhren, Sellerie + Bete bis Juni/Juli.
Nur die Zwiebeln sollten wir etwas kühler lagern (der Keller wäre temperaturmäßig gut, aber zu feucht), die treiben dann ab Mai mächtig aus, aber aus den Sturon bringe ich immer noch genug Masse raus zum Kochen, bis ich frische Zwiebeln ernten kann.

Fast alles andere aus dem Garten wird zubereitet, zu mindest blanchiert und eingefroren. Lauch baue ich keinen mehr an (wegen Lauchfliege), den haben wir die letzten beide male geschnitten und getrocknet und in Gläsern aufgewahrt. Ebenso werden die Tomaten getrocknet.

Pepperoni lege ich zum Teil ein und zum anderen wird getrocknet und dann gemahlen.

Die Bohnen, die nicht eingefroren sind, waren milchsauer eingelegt.


lg. GeO

margot
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Re: Winterlagerung von Rüben

Beitrag von margot » 19.03.2015, 23:43

ich überwintere meine Möhren, Bete, Sellerie im Naturkeller in alten mit Sand gefüllten Steinguttöpfen. Das klappt wunderbar, der Sand darf allerdings nicht zu nass sein, sonst entsteht schon mal Fäulnis, speziell bei den Möhren.
Die Kartoffeln lagern in einer hölzernen Kartoffelkiste oder in Holzsteigen und Körben nach sorten getrennt.
Äpfel kommen nicht in den Keller, sie stehen frostgeschützt in der Scheune.
Die Zwiebeln stehen, nachdem sie gut getrocknet sind, in einem Korb in der kühlen Speisekammer und halten sich supergut (Stuttgarter Riesen), meistens reichen sie bis zur neuen Ernte.
Allerdings brauchte ich im letzten Herbst weder Möhren noch Sellerie einzuwintern - erstere wurden von den Schnecken abgefressen und nach 3xsäen hab ichs dann aufgegeben - letztere wurden zum größten Teil Opfer der Wühlmäuse. :evil:
Ich hoffe, dass es dieses Jahr besser klappt - der Sellerie Balder ist super aufgegangen, pikiert und sieht vielversprechend aus. :D

lg margot

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