Anbau von Rote Bete

Hier geht es um Anbaumethoden und Tipps bei Anbauproblemen
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lavica2004
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Anbau von Rote Bete

Beitrag von lavica2004 » 26.12.2013, 18:28

Liebe GartenfreundInnen,

erstmal wuensche ich Euch allen noch schoene Weihnachten und einen 'guten Rutsch' in ein glueckliches, gesundes und erfolgreiches (Garten-)Jahr 2014!

Zur Zeit nutze ich die freien Tage, um meinen Gartenplan fuer das kommende Jahr zu machen und diesbezgl. dann auch die notwendigen Samen zu bestellen.

Unter anderem moechte ich auch wieder Rote Bete aussaeen. Allerdings habe ich in den letzten Jahren damit keine guten Ernten erzielt. In meinem frueheren Garten habe ich ueber Rote Bete gar nicht nachgedacht: Ich hatte immer praechtige rote Kugeln.
Hier ist mir aber in bisher vier Jahren noch keine gute Ernte gelungen. Die Wurzeln bleiben ueberwiegend klein und oft sehe ich, dass sie ueberirdisch (ich vermute von Schnecken) manchmal aber auch unterirdisch angefressen sind und dadurch offensichtlich ausbluten und nicht mehr weiterwachsen.
Ich weiss wirklich nicht, woran das liegt. Die anderen Gemuese wachsen fast alle praechtig. Ich duenge mit Kompost und hauptsaechlich mit Kraeuterjauchen (was z.B. die Kohlpflanzen zu wundervollen Koepfen heranwachsen laesst) und mulche fast staendig. Schnecken habe ich durchschnittlich viele - die hatte ich auch in frueheren Gaerten...
Gibt es Besonderheiten beim Rote Bete-Anbau? Wie sind Eure Erfahrungen? Gibt es Sorten (z.B. im Dreschflegel-Angebot), die leichter gelingen, bzw. robuster sind? (Bisher hatte ich Saatgut von 'Roter Kugel'.)

Herzliche Gruesse

Gabriele

liaam
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von liaam » 26.12.2013, 21:55

generell kann ich Deine Fragen leider nicht beantworten, ich dünge hier mit Knochenmehl und Kompost. Und wechsele jedes Jahr den Platz.

Als Sorte habe ich von Dreschflegel die walzenförmigen langen, die machen die 2-4 fache Menge Bete pro Platz als die runden.
http://www.dreschflegel-shop.de/wurzelg ... rono?c=126

Bisher waren die recht anspruchslos und sind prächtig gediehen - ich säe die auch etwas dichter und entnehme dann schon rechtzeitig schon kleinere Pflanzen zum Verzehr. Ich habe diese Sorte auch schon angebaut, bevor ich die Mulchfolie hatte. Einzig die Blätter sind gewöhnungsbedürftig, oft sehen die so welk aus, als ob die Pflanzen den Geist aufgeben würden, nach dem nächsten Regen steht es wieder stramm + grün.

Super zum Einkellern! Selbst im Mai/Juni vom Folgejahr hatte ich noch Reste im Keller, die prall + schmackhaft waren.

lavica2004
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von lavica2004 » 27.12.2013, 08:06

Hallo GeO,

danke fuer Deine Antwort - ich wechsle natuerlich auch jedes Jahr den Platz und achte auf hilfreiche Nachbarschaften..
Ich hab auch schon ueberlegt, die laengliche Form anzubauen. Wenn Du da gute Erfahrungen hast, dann versuch ich's mal mit Forono!

Gruss
Gabriele

forumadmin
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von forumadmin » 09.01.2014, 10:16

Hallo lavica dir und auch liaam und allen anderen Lesern wünsche ich ein frohes Neues Jahr

Bete sind Bewohner der feuchten Marschen und brauchen feuchten Boden. Wenn es mal einen langen trockenen Sommer gibt, können sie schon sehr leiden und brauchen als eine der ersten Pflanzen im Garten Wassergaben. Wassermangel macht sie anfällig für Krankheiten, vor allem Pilze auf den Blättern, die dann manchmal komplett verschwinden, aber nach den ersten Regenfällen im Spätsommer oder Frühherbst treiben sie wieder nach und können dann bis zur Ernte noch einiges an Rübenmasse bringen.

Da die Bete-Rüben z.T. auch überirdisch ( :-) ) wachsen, gehen gerne die Schnecken dran, bei mir hab ich das vor allem bei den gelben Sorten beobachtet, die bilden dann richtige Kavernen, was bis zum völligen Aushöhlen der Rüben führen kann. Wenn zwischen den Beten gemulcht wird, fördert das den Schneckenfrass. Am besten ist es die Rüben immer wieder mal anzuhäufeln, so dass die Schnecken nicht an die Rüben rankommen.
Auch die Wühlmäuse fressen immer wieder an den Rüben, allerdings sind die Möhren und Selleriepflanzen da stärker gefährdet. Bete sind so ziemlich die letzten, die die Wühlmäuse anfressen. Wenn ich im Herbst merke, dass die Mäuse die Bete entdeckt haben, ernte ich und schlage sie geschützt ein.

LGLudwig

liaam
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von liaam » 10.01.2014, 21:11

forumadmin hat geschrieben: ...Da die Bete-Rüben z.T. auch überirdisch ( :-) ) wachsen, gehen gerne die Schnecken dran ...
kann ich so bestätigen, wenn ich auch nur sehr wenige Schnecken habe, die Bete finden sie gelegentlich. Wenn das frühzeitig passiert, dann "kapselt" die Bete das gefressene Loch wieder ab, wenn die Stelle sauber + trocken ist, kann man die getrost auch einlagern im Sand, das fault von dort aus nicht weiter.

lavica2004
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von lavica2004 » 12.01.2014, 18:08

Hallo Ludwig, hallo liaam,

danke fuer die Tipps. Ich werde es dieses Jahr vielleicht mal mit Anhaeufeln probieren. Mulchen muss ich bei meinem Boden; denn ohne Mulch wird der sehr lehmige Boden wie Zement, reisst auf und trocknet aus. Zum Hacken habe ich keine Zeit. Mulch ist fuer mich im Allgemeinen ideal, da dadurch der Boden nach vier Jahren schon sehr viel humoser geworden ist, Mulch gleichzeitig duengt und die Feuchtigkeit haelt. Wuehlmaeuse habe ich gluecklicherweise nicht! (Meine Katze ist eine sehr gute Jaegerin!)

Liebe Gruesse

Gabriele

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A. Probst
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von A. Probst » 24.01.2014, 09:56

Vielen Dank für dieses interessante Thema. Auch ich wollte mich einmal an die Roten Bete wagen und habe jetzt ein paar Tipps bekommen, worauf ich zu achten habe.

Vielen Dank Euch und eine wunderschöne Zeit

Annett
Grüne Daumen für alle!

Shiva
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von Shiva » 26.01.2015, 16:48

Hallo,
auch wenn der Thread schon 1J. her ist, habe ich zur roten Bete noch eine Frage. Dieses Gemüse habe ich im Herbst "neu" für mich entdeckt, als mir jemand aus ihrem Garten welche schenkte. Da habe ich mich erst so richtig damit beschäftigt und festgestellt, dass man ja wirklich sehr leckere Dinge damit "zaubern" kann. Es hat richtig Spaß gemacht, damit zu experimentieren. Und von den Inhaltsstoffen - einfach genial.
Nun bin ich gerade dabei, mir bei Dreschflegel, eine Bestellliste zusammen zu stellen.
Natürlich möchte ich jetzt auch die Bete anpflanzen.
Da gibt es ja ganz viele Verschiedene. Bei der Crapaudine steht in der Beschreibung, dass diese nicht für Rohkost geeignet ist. Wenn das nicht extra dabeisteht, kann ich dann davon ausgehen, dass alle anderen Sorten auch zum Rohverzehr geeignet sind?

forumadmin
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von forumadmin » 26.01.2015, 16:58

shiva
Da gibt es ja ganz viele Verschiedene. Bei der Crapaudine steht in der Beschreibung, dass diese nicht für Rohkost geeignet ist. Wenn das nicht extra dabeisteht, kann ich dann davon ausgehen, dass alle anderen Sorten auch zum Rohverzehr geeignet sind?
Nun ja giftig sind die alle nicht, aber sie unterscheiden sich doch schon ziemlich im "kratzigen" Geschmack und dann hängt es natürlich auch noch von der Zubereitung ab.

LGLudwig

Shiva
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von Shiva » 26.01.2015, 20:28

:lol: Nee, dass sie giftig sind hatte ich auch nicht angenommen.
Naja, dann probier ich halt mal aus.

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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von LathLeinad » 08.03.2015, 11:40

Bei der roten Bete hatte ich letztes Jahr einen Totalausfall. Aber ich bin hartnäckig und versuchs diese Jahr wieder ;)
Vielen Dank für die hilfreichen Tipps :D

LG,
Leinad

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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von forumadmin » 10.03.2015, 08:41

Komisch - letztes Jahr war bei mir ein wunderbares BeteJahr - Sogar die Gelben Bete sind wieder mal super geworden - leider ist in meinen anderen Garten eine Schafherde eingedrungen und hat mir meine weißen Bete wegefressen - ich war nur mal ein paar Tage nicht im Garten und als ich wiederkam waren alle weg dafür hatte ich Massen an Schafkötteln, die dachten wohl das sein ein angemessener Ersatz. :)
Danach hab ich meine Einfahrt zugemacht

LGLudwig

liaam
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Re: Anbau von Rote Bete

Beitrag von liaam » 09.09.2015, 17:25

forumadmin hat geschrieben:...Komisch - letztes Jahr war bei mir ein wunderbares BeteJahr...
und dieses Jahr wieder !!

Mein Garten sieht aus wie Schwein, bin durch Schulter/Knie/Bandscheiben-Probleme und Augen-OPs zu nix gekommen... - hab heute festgestellt, daß die Bete schon längst hätten vereinzelt/reduziert werden sollen - jedes Samenkorn ist aufgegangen. Bete endlos...!


Ich werde jetzt die kleinen zwischendrinn rausmachen, fein scheiben, leicht würzen und dann trocknen - wir hatten vor kurzem in einem Vegan-Restaurant gegessen, da gabs Bete-Chips (und Karotten-Chips) zum Knappern/zum Salat/zu den Antipasti. SUPER LECKER !!

lg. GeO

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