Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

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forumadmin
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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von forumadmin » 26.09.2014, 16:18

Ne der Wein ist ja eigentlich fertig, der kann beschnitten werden - es ist besser möglichst viele befallenen Blätter zu entfernen, damit der Pilzdruck im nächsten jahr nicht so stark wird, wird jedenfalls immer empfohlen. Aber ich glaube, wenn der Pilz keinen Wirt mehr hat geht er in den normalen Kreislauf des Werden und Vergehens ein, jedenfalls in belebtem Boden, bei trockenen Böden wie im Gewächshaus ist das nochmal anders.

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LathLeinad
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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von LathLeinad » 26.09.2014, 16:34

Hm, dann schneid ich lieber noch ein Stück runter. Hab ihn schon ein bisschen geschnitten, hat seit Jahren keiner mehr gemacht. Und der Nachbar hat sich beschwert "weil der Bienen anlockt". Na ja...
Die Trauben sind eigentlich gut, aber klein und mehr Kern als Traube, drum hab ich sie dieses Jahr großzügig den Vögeln überlassen. Vielleicht werden sie ja nach nem großzügigen Rückschnitt größer :D

forumadmin
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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von forumadmin » 27.09.2014, 06:40

Der Obstbaumschuler Lubera hat auf seiner Seite einige Videos zum Schnitt von Wein, die werden z.T. radikal eingekürzt und an einem Haupt-Trieb werden dann 4-5 Seitentriebe stehen gelassen, mit je einer großen Traube. Ich mach das mit einer Pflanze bei mir und die trägt richtig dicke Trauben. Allerdings gehen da früh die Vögel und die Wespen dran, deshalb hab ich sie dieses Jahr rechtzeitig in gelochte Folienbeutel gesteckt, da hatte ich leckere Trauben
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Shiva
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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von Shiva » 28.09.2014, 18:28

Hey,

ja, der Mehltau macht mich dieses Jahr auch besonders fertig. Soviel Milch kann ich gar nicht versprühen. Meine Goojibeere, die ich letztes Jahr gepflanzt hatte, ist befallen, sogar die Früchte jetzt auch, die kann ich nicht mehr essen. Mein neuer Johannisbeerbusch und der alte, sind auch befallen. Ich gebe aber nicht auf, mache weiter mit Milch, habe aber die Befürchtung, dass die mir, bis zum nächsten Jahr eingehen. Manchmal ist gärtnern echt frustrierend. Naja,ich versuche mich damit zu trösten, dass ich hier ein Tierparadies geschaffen habe. Es summt und brumm überall, extrem viel mehr, als früher. Die Wühlmäuse und co. fühlen sich auch sauwohl, alle Pastinaken und Möhren aufgegesen.

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von LathLeinad » 01.10.2014, 11:45

Hallo Shiva,

Danke für deine Rückmeldung, frei mach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid ;)

Unser Gemüsebeet haben früher auch immer kleine Tiere geplündert. Erst warens Hasen/Kaninchen, dann haben wir einen Zaun drum gemacht. Dann Schnecken, denen kamen wir auch noch bei, und dann die Wühlmäuse. Da war leider nicht viel zu machen. Deshalb haben wir vor ein paar Jahren auf Hochbeete umgestellt. Seitdem haben wir auch mit den Schnecken keine großen Diskussionen mehr ;) Und das Gemüse wächst darin auch echt gut. In einem einzigen haben wir dieses Jahr Spuren eines wühlenden Nagers gehabt. Bis auf die Linsen ist aber nichts gefressen worden. Vielleicht mögen sie keinen Sellerie. Dieses "alte" Hochbeet wollen wir aber sowieso austauschen, das haben wir mit den falschen Steinen gemauert (das neue wird aus Holz sein), und dann wird die Erde gesiebt und damit ist im neuen Beet hoffentlich wieder Ruhe. Wir haben ja extra gegen die Wühlmäuse unten ein Drahtgitter eingezogen unter der Erde, damit sie sich nicht reingraben können. Ob das jetzt eine Wühlmauswar wissen wir nicht so genau, wenn ja, ist sie evtl durch einen der kaputten Steine reingekommen. Aber die anderen Beete halten dicht und es ernten nur noch wir (und ggf Vögel) :D

LG,
Leinad

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von Shiva » 03.10.2014, 11:35

Hey Leinad,

ja, das mit dem Gitter unter dem Hochbeet, hatte ich damals auch gelesen. Aber, wie ich so bin :) - dachte ich mir, ach egal, mehr Arbeit, das wird schon. Inzwischen weiß ich warum das wohl doch nützlich ist, mit dem Gitter. Aber eines ist mir noch nicht so ganz klar. Die Wühlmäuse kommen doch sicherlich nicht immer nur von unten. Die können sich doch bestimmt auch an der Seite irgendwo durchbuddeln. Ich hatte dann extra Topinambur gepflanzt und gehofft, dass es als Ablenkpflanze dient, wie man ja oft liest. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass dadurch noch mehr Wühlmäuse angelockt wurden. Im Prinzip macht es mir alles schon viel Spaß, aber ich mag nicht alle Beete, Bäume, etc. einnetzen, vergittern und so wie ein Käfig gestalten, dann gefällt es mir nicht mehr.
Naja, mal sehen.....
Aber was mich besonders freut ist, dass ich im September und Oktober doch tatsächlich noch mal vereinzelte Erdbeeren naschen kann. Durch dieses warme Wetter, wachsen immer noch Blüten, aus denen sich die Beeren entwickeln. Und das, obwohl die Erdbeerzeit eigentlich schon längst vorbei ist. :D

LG Shiva

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von forumadmin » 06.10.2014, 07:24

@shiva
Aber eines ist mir noch nicht so ganz klar. Die Wühlmäuse kommen doch sicherlich nicht immer nur von unten. Die können sich doch bestimmt auch an der Seite irgendwo durchbuddeln.
Wühlmäuse halten sich lieber unterirdisch auf. Sie rennen nur sehr ungern oberirdisch entlang. Ich hab mir vor 20 Jahren den ersten Kasten mit Drahtgitter drunter gebaut. Der war aus Fichtenbrettern, die waren nach 12 Jahren hinüber, dann hab ich mir neue Bretter besorgt. Und wies der Zufall wollte, bekam ich Eichenbretter, die nun immer noch ausssehen wie neu, nur halt grau. Die Kästen hab ich erst einen halben Meter hoch gemacht. Aber damit ich nicht die ganze Erde auswecheln muss hab ich meine nun zwei Kästen noch mal erhöht. In den ganzen Jahren kam mir keine Wühlmaus in die Kästen. Nun hab ich mir vor 3 Jahren den ersten niedrigen Kasten gebaut. Der besteht aus Bohlen die vor allem beim Hausbau benutzt werden, die sind 5 cm dick und 5 meter lang, damit hab ich mir 5x1m und 5x2m Beete gemacht und das ist jetzt alles für Kulturen, welche die Lieblingspflanzen der Wühlmäuse sind, also in erster Linie Sellerie, Möhren, meinen Kerbel und meine Echinaceas. Da hab ich jetzt sichere Erträge. Allerdings ist der Wühlmausdruck auch sehr unterschiedlich. Ich merke es immer bei meinen Kartoffeln und Beten die als nächstes auf deren Speisekarte stehen, aber wohl nicht so lecker für Wühlmäuse sind. Da hatte ich dieses Jahr null Verbiss. Im Winter gehen sie auch schon mal an den Porree oder den Grünkohl, mal sehen.

LGLudwig

Shiva
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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von Shiva » 13.10.2014, 09:11

Danke für die Antwort.
Eigentlich habe ich ja auch ein Hügelbeet. Aber das ist eben das gleiche Problem. Wenn die wirklich nur unterirdisch agieren, dann ist es ja kein Wunder, dass unsere Katzen es nicht schaffen, diese zu minimieren :roll: . Die schleppen täglich wahnsinnig viele Mäuse an, aber wohl eher andere Arten von Mäusen.

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von LathLeinad » 28.12.2014, 19:55

Wir haben unsere ersten Hochbeete gemauert. Klang sinnvoll, war es aber keinesfalls. a) war das sehr aufwändig, b) haben wir die falschen Steine benutzt und nun brökeln uns die Beete weg.
Bild

Die neuen Versuche sind aus Holz (Douglasie). Mal sehen wie die sich machen. Die zwei auf dem Foto wollen wir dieses und nächstes Jahr austauschen. Das dritte hält erstaunlicherweise *auf Holz klopf*. Die Eiche klingt aber auch sehr gut. Hat hier jemand Erfahrung mit Douglasie? Gabs beim Biber mal im Angebot, aber nicht in unserer Größe, deshalb haben wir dann einfach Terrassenbretter genommen und selber zusammengeschraubt.

Das Gitter haben wir unten mit eingemauert, also das ist eine komplette Schicht zwischen zwei Reihen Steinen, da kommt theoretisch keine Maus durch. Bei dem Holzbeet haben wir das Gitter unten festgetackert.
"Irgendetwas" hatten wir aber dann dieses Jahr doch im hinteren Beet. Hat sich nicht blicken lassen, aber das Loch war da und die Linsen fehlten :evil:
Deshalb müssen wir die Erde vermutlich sieben, wenn wir die Steine gegen Holz tauschen. Letztes Jahr war das Wasauchimmer nämlich im vorderen Beet. Dann haben wir die Erde ins andere Beet, um das erste auszutauschen (stattdessen gabs dann dort mit nur noch halber Füllung Soja ^^), und dann war das Ding dort drin.

Ein Hügelbeet, also ohne Einfassung ist denke ich anfälliger gegen "Fressfeinde", weil es da einfacher ist reinzukommen.

Ich würde in unserem Wühlmauseldorado kein Hochbeet ohne Gitter bauen. Wir haben die Hochbeete auch nur aus genau diesem Grund: Sonst ist das Gemüse aufgefressen. Zuerst Kaninchen, dagegen half ein Gitterzaun, und dann die Wühlmäuse. (evtl auch andere, zumindest sind die auch oberirdisch an den Knollen gewesen). Seit den Hochbeeten mit Gitter war jetzt Ruhe (bis auf bei den Steinbeeten, ich vermute die Steine sind nicht mehr "dicht"). Keine Karnickel, Mäuse, Schnecken 8)

Topinambur haben wir schon lange im Garten, der wächst jedes Jahr und blüht, dieses Jahr hab ich ihn auch zum ersten mal geerntet. Erstaunlich wenn sie den eigentlich mögen, sonst wird hier nämlich alles gefressen, was nicht "hinter Gittern" ist, aber den lassen sie anscheinend in Ruhe.

LG,
Leinad

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von salvia » 01.01.2015, 12:19

Wir haben uns 2012 auch ein Hochbeet gebaut. Allerdings, weil die sonnigen Plätze im handtuchgroßen Garten am Haus sehr rar sind. Als Material haben wir die Reste vom Holzterassenbau verwendet.
Zuvor war an dem Platz ein ebenerdiges Beet, welches von der Nachbarhecke zu sehr beschattet wurde und kaum was ordentlich gedeihen lies.
Die vorhandene Erde des Beetes wurde großzügig weggeschaufelt und die Dachziegel entfernt
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Dann Eckposten in Bodenhülsen angebracht
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Ein Grundrahmen aus Lärchenholzbrettern ringsherum angeschraubt.
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Die senkrechte Verkleidung befestigt.
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Der so entstandene Hochbeetkasten hat eine Größe von 2m und ist 1,25m breit und 0,8m hoch
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Der Boden wurde mit Karnickeldraht ausgelegt und festgetackert.
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Eine Schutzfolie für das Holz und mit einem metallischem Lochband innerhalb des Kastens Querverstrebungen angebracht, um den Seitendruck auffangen zu können.
Bild

Bild
Die Ecken wurden von außen ebenfalls mit diesem Lochband verstärkt.

Als Abschluss wurden noch schmale Leisten auf den oberen Kastenrand verschraubt und die Eckposten dann in entsprechender Höhe gekürzt.

Ich möchte das Hochbeet nicht mehr missen. Zwar hatte und habe ich keine Probleme mit Mäusen etc. nun aber endlich sonnige Anbaufläche für allerhand Gemüse und frischen Salat im Hausgarten. Die zuvor praktizierte Kübelhaltung hatte sich nicht sonderlich bewährt. Nur der Ewige Kohl muss 2015 aus dem Hochbeet raus. Dem gefällt es dort zu sehr. :mrgreen:
Bild
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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von forumadmin » 01.01.2015, 17:11

sehr schön - sieht sehr stabil aus. Ich hoffe der Karnickeldraht ist nicht zu großmaschig, aber wenn ihr eh keine Wühlmäuse habt, ist das ja egal.

Einbs chönes Neues Jahr

LGLudwig

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von LathLeinad » 18.01.2015, 12:05

Wow, das sieht super aus. Danke für die Bilderreihe.
Das sieht wesentlich stabiler aus als unsere Holzbeete. Wir haben nur Querbretter und keine Mittelstreben, sowie keine Folie.

Und wir habens nicht an Ort und Stelle gebaut. Wir haben es auf einer gepflasterten Fläche zusammengeschraubt, weils da eben ist. Das riesige Beet mussten wir dann aber mehrmals umdrehen und am Ende zu seinem Bestimmungsort schleifen. Das war irgendwie umständlich, wenn ich deine Aufbauweise anschaue :wink:

Ich hab schon mal vorsichtig angefragt, wo wir noch ein Beet bauen könnten, aber die Familie war dagegen :roll:

LG,
LathLeinad

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von LathLeinad » 18.01.2015, 12:17

Weils mir grad beim Stöbern im Forum wieder einfällt nochmal eine Frage zu eigentlichen Thema "Mehltau".
Letztes Jahr waren Zucchini und Kürbis bei mir quasi ein Totalausfall (zwei mickrige Kürbisse waren es, keine einzige Zucchini). Mehltau war das Problem. Wir hatten welche drinnen (Gewächshaus), draußen im Garten,auf der Terasse und bei Bekannten. Alle waren befallen.
Deshalb meine Frage: Kann man da vorsorglich schon etwas tun? Saatgut in Milch baden? Oder die Erde mit Milch tränken? Oder einfach einmal (?) pro Woche die Keimlinge einsprühen? Oder ist das alles Quatsch und die bekommen das erst später (und sowieso)?

LG,
LathLeinad

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von Shiva » 19.01.2015, 17:42

Ich glaube daran, das die Prophylaxe hilft, zumindest eindämmt. Einmal die Woche, wenn´s passt, ist sicherlich gut. Garantien kann man dafür nicht geben. :D

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Re: Gurken und Tomaten Befall mit Mehltau ?

Beitrag von forumadmin » 05.02.2015, 08:27

Die Sporen der Pilze fliegen immer überall rum, die kann man nicht verhindern. Das was man tun kann ist die Pflanzen möglichst optimal versorgen (nicht zu viel düngen!) und die Umgebung möglichst Pilzfeindlich zu gestalten, also z.B. für viel Luftbewegung sorgen.

LGLudwig

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