Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

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Kaktus
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von Kaktus » 09.03.2010, 13:50

Gibt es heuer bei Dreschflegel gar keinen Samen für Gemüsezwiebeln?
Ich hatte vor zwei Jahren Samen bestellt, diese reichten auch noch letztes Jahr.
Heuer ist vom Rest kein einziges Pflänzchen aufgegangen (keine Ahnung warum, ich hatte den Samen wie immer gelagert und auch wie immer ausgesät). Jetzt wollte ich neuen Samen nachbestellen, doch ich finde im Saatgutshop keine Gemüsezwiebeln mehr :cry: .

LG
Kaktus

margot
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von margot » 08.04.2010, 22:35

hallo Martin,
was machen deine Söflinger - hast du schon die 2. Etappe ausgesät.
Von meinen 6 Samenkörnern sind leider nur 3 aufgegangen und nur 1 hat bis jetzt überlebt :evil:
Ich werde nächste Woche den 2. Versuch im Freiland (Saatkistchen) starten, bitte Daumen drücken!

@ Salvia, hast du auch schon welche ausgesät?

lg aus der heute wieder kühlen rhön
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von margot » 13.05.2010, 22:51

hallo Salvia und Martin,
die 2. Etappe Söflinger ist zu 99% aufgelaufen, allerdings doch im GW.
Die eine Überlebende der 1. Aussat sieht putzmunter aus, ich hoffe, sie bleibt es auch! :)

Bild

hier sind die zur gleichen Zeit ausgesäten Stuttgarter Riesen zu sehen :shock:

Bild

hinten links ist die einzige "Überlebende" der 1. Söflinger zu sehen, davor die am 27.4.10 ausgesäten!

Bild

also, wenn ihr mal Zeit und Lust habt, berichtet mal von eurem Experiment!

lg aus der "eisheiligen" rhön
margot

Martin
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von Martin » 23.05.2010, 20:45

Hallo Margot,

Meine erste Charge wurde nix. War wohl doch zu dunkel in der Wohnung. Sie kümmerten und dann hab ich sie wohl mal zu wenig gegossen...
Die zweite Charge gedieh aber und heute habe ich sie ausgepflanzt. 163 Pflänzchen sind seit heute im Boden. Hoffentlich werden die was. Davon abgesehen werde ich in den nächsten Tagen nochmals ein paar Samen aussäen, um Steckzwiebel zu gewinnen versuchen. Falls das möglich ist, ich kenn die Sorte ja noch nicht so...
Ich hoffe ja, daß es mit dem Anbau in diesem Jahr klappt, denn meine Saatgutreserve fürs nächste Jahr ist wirklich nicht mehr groß.

Liebe Grüße,

Martin

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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von margot » 20.07.2010, 21:25

hallo Martin,
was ist aus deinen Söflingern geworden?
Meine sitzen im Beet und wachsen seeehr langsam vor sich hin - also dicke Zwiebeln werde ich wohl nicht ernten, es werden wahrscheinlich doch Steckzwiebeln fürs nächste Jahr werden, allerdings müsste ich sie dann demnächst rausnehmen, was denkst du?

Grüsse aus der sonnigen Rhön
margot

parade
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von parade » 28.07.2010, 15:25

Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier im Forum. Bin durch Zufall hierher gekommen, weil ich mich auch für das Säen von Zwiebeln interessiere.

Ich bin eigentlich Gemüsegarten-Neueinsteiger (allerdings nun schon seit etwa 10 Jahren), da ich keine grundsätzlichen Garten-Kenntnisse habe. Dennoch gedeiht bei mir am Bodensee eigentlich alles mehr oder weniger gut (ausser Erdbeeren, die wollen einfach nicht). Kartoffeln in mehreren Sorten für das ganze Jahr, alle Arten von Gemüsen, auch zum Einfrieren, Bohnen, Fenchel, Spinat, Möhren, Mangold, Tomaten, Gurken, Zucchini (alle 3 nur durch Direktaussaat im Freien) usw. und eben auch verschiedene Arten von gelben und vor allem roten Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch (Knoblauch wächst bei mir auch wild durch das Verteilen von Samenkörnern). Diese drei letzteren auch immer für das ganze Jahr (Knoblauch friere ich geschält in Marmeldadengläsern ein). Allerdings bisher immer aus Stecklingen, deren Sortenangebot eigentlich recht begrenzt ist.

In diesem Jahr nun habe ich erstmalig Stecklinge aus Italien gesetzt neben den deutschen. Die deutschen Zwiebeln sind bombig geworden, die Schalotten mässig bombig (sie hatten zu viel Schatten, vertragen sich offensichtlich nicht mit meinem Dill, viele Stecklinge gingen in der Nähe von Dill ein).

Ausserdem habe ich drei Sorten rote Zwiebeln gesät mit italienischem Samen. Und diese kleinen Zwiebeln stehen sehr gut. Ich werde sie bald herausholen, aufhängen und für das nächste
Jahr zum Stecken verwenden.

Kann mir einer sagen, ob diese Steckzwiebeln bereits im März in den Boden können? Oder sogar noch in diesem Jahr, vielleicht im September? Meine gekauften deutschen Steckzwiebeln gebe ich immer schon im September in den Boden, das geht sehr gut. Ich muss sie nur schützen vor dem Herauszupfen von Krähen(?) oder sind es doch die Regenwürmer?

Ich habe den Werdegang der milden Söflinger roten Zwiebel hier verfolgt. Mich würde das Thema sehr interessieren. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, mich samenmässig zu beteiligen?

Mein Gemüsegarten liegt mitten zwischen meinen Wiesen oben auf einem Hügel mit Blick über den Bodensee auf die Österreicher und Schweizer Alpengipfel. Hier könnten sich die Samen sicher wohlfühlen. Vor allem auch deshalb, weil in meinem Garten keinerlei Kunstdünger oder Spritzmittel verwendet wird. Alles ist pure Natur. Gedüngt wird nur mit eigenem Ross-Mist, Kuh-Mist (wir habe im Sommer immer eine kleine Mutterkuhherde bei uns), Schafmist und ansonsten nur eigener Kompost.

Wenn also die Möglichkeit bestünde, würde ich mich freuen, wenn auch mir einige Samen oder Steckzwiebeln zur Verfügung gestellt werden könnten. Für weitere Angaben oder Auskünfte stehe ich zur Verfügung.

Ich bin männlich und älteren Semesters, wir haben einen kleinen Hof zu unserer Freude mit Pferden, Schafen und Hühnern, Hunden und Katzen in bester naturgemässer Haltung und mit Lebensrecht bis zum Ende.

Gruss parade

Martin
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von Martin » 29.07.2010, 20:13

Hallo margot,

Meine Söflinger wachsen so vor sich hin, allzu dick werden sie nicht, aber ich denke ich bekomme eine Ernte die sowohl für einen Geschmackstest, als auch für nächstjährige Mutterpflanzen reicht. Leider hab ich es nicht geschafft, eine späte Aussaat zur Steckzwiebelerzeugung zu tätigen. Aber ich hab ja noch Saatgut vom letzten Jahr und mit den neuen Zwiebeln als nächstjährige Mutterpflanzen denke ich, daß ich einen jährlichen Samenbau erreicht habe. Falls Du Bedarf hast, ich könnte noch ein oder zwei Samenportionen vom letzten Jahr abzweigen, bevor die Keimfähigkeit zu sehr nachlässt.
Übrigens: Ich würde einen Teil in passender Steckzwiebelgröße rausnehmen und den Rest weiterwachsen lassen. Dann wüßten wir, ob die Söflinger auch als Steckzwiebel klappt, oder ob die dann nächstes Jahr gleich zur Blüte durchschießt. Ich hab dieses Jahr bei meinen Steckzwiebeln (anderer Sorten) einige dabei, die blühen.

Hallo parade,

Herzlich Willkommen hier im Dreschflegel-Forum. Bodensee ist ne schöne Gegend, da bin ich ab und zu ganz gern. Da würde sich die Söflinger Zwiebel sicher auch wohl fühlen...

Mein Anliegen ist es, die Söflinger Zwiebel langfristig zu erhalten. Wenn diese eine Gärtnerei weg ist, wäre ohne Erhalter auch die Sorte weg. Wenn bei Dir keine andere Zwiebelsorte innerhalb eines Radius von 150 Meter blüht, wäre eine Verkreuzung ausgeschlossen, das wäre optimal. Ich bin natürlich sehr daran interessiert, für die Söflinger Zwiebel ein Team von mehreren Erhaltern aufzubauen, damit bei Mißerfolgen nicht die ganze Sorte gefährdet ist. Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir gerne eine Portion Samen von der letztjährigen Ernte abzweigen. Die müßten im nächsten Jahr noch gut keimfähig sein.

Hallo Salvia,

Wie siehts bei Dir aus mit den Söflinger Zwiebeln? Bist Du noch im Team? :wink: Und gibts die Gärtnerei noch? Dann komme ich im Herbst mal nach Ulm und kaufe von denen auch ein paar Kilo Zwiebeln und rede mal mit denen über die Sorte.

Liebe Grüße,

Martin

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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von forumadmin » 30.07.2010, 06:42

Schön dass es mit dieser Zwiebelsorte weitergeht!

Hallo Margot Zwiebeln gehen ab ca. 2 cm Durchmesser im nächsten Jahr in Blüte. Wenn man verhindern will, dass sie zu klein in Blüte gehen sollte man sie vernalisieren, d.h. warm lagern bevor man sie (im April) auspflanzt. LGLudwig

margot
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von margot » 01.08.2010, 23:18

hallo parade,
herzlich willkommen hier im forum,
sicher hast du bodenseeklimatisch bessere Bedingungen für die Söflinger zu bieten, wäre schön, wenn du einen Versuch starten würdest.
Ich hab gestern mal 5 Zwiebelchen herausgezogen, hier ist das Ergebnis
Bild

also, 3 Zwiebeln sehen so aus, als wären sie nächstes Jahr als Steckzwiebeln zu gebrauchen, hmm zu den beiden andern fällt mir nichts ein, hab ich sie evtl. beim Verpflanzen zu tief gesetzt?
6 Zwiebeln lasse ich noch weiter wachsen - mal sehen, was daraus wird :oops:

rhöngrüße margot

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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von parade » 02.08.2010, 08:08

Hallo Martin,

danke für das Angebot. Bei mir blüht keine Zwiebel weit und breit, da ich die Blütenansätze ganz oben abkneife. Ich will ja normalerweise Zwiebeln und keine Samen. Bei dieser aussterbenden Sorte ist das allerdings etwas ganz anderes.

Ich bin im Augenbliock wegen einer Augenuntersuchung nur einäugig, deshalb heute nur kurz, weil das Schreiben schwerfällt.

Ich gebe Dir gerne meine Adresse, ich denke es gibt hier auch so etzwas wie board-mails oder?

Hallo Margot,

so wie Deine grösseren Zwiebeln sehen meine aus Samen gezogenen italienischen Sorten auch aus.Ist doch sehr schön was Du da schon gezogen hast. Ich lasse meine Zwiebelchen noch etwas im Boden bis ich wieder zweiäugig bin.

Danke für den freundlichen Empfang hier im Forum.

Übrigens befand sich letztens vor meinem Komposthaufen eine Kreuzotter, die sich in der Sonne sichtlich wohlfühlte. Was sagt man dazu?

gruss parade

Martin
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von Martin » 02.08.2010, 20:40

Hallo parade,

Bei jedem Beitrag ist unten ein Button, wenn man den anklickt, kann man persönliche Nachrichten verschicken. Schick mir einfach mal Deine Adresse. Und vor allem: Gute Besserung! Das ist aktuell am wichtigsten.

Hallo Margot,

Da sind meine doch etwas größer. Ich würde die größeren schon auf nen Durchmesser von 6 bis 8 cm einschätzen. Natürlich nicht alle. Die, zwischen denen ich Baumspinatpflänzchen hab wachsen lassen, weil meine Mutter meinte, die erntet sie dazwischen raus, aber dann doch zu lange wartete, die sind eher mickrig und gerupft...
Ich muß aber gestehen, daß ich zuviele Steckzwiebel gekauft habe, weil ich möglichst viele Steckzwiebelsorten ausprobieren wollte. Im nächsten Jahr werde ich Steckzwiebeln reduzieren und lieber zwei oder drei Beete Söflinger pflanzen, die eben vorkultiviert werden müssen. Dann wird eben das Gewächshaus wieder geheizt...

Liebe Grüße,

Martin

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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von margot » 14.09.2010, 22:16

hallo Martin,
am Samstag, 11.9. hab ich den Rest der Söflinger geerntet
Bild

naja, vielleicht wären sie ja noch bißchen größer geworden, aber bei dem vielen Regen hatte ich Bedenken, dass sie verfaulen.
ich hab jetzt jeweils eine (kleine) Charge Steckzwiebeln und ausgewachsene, also ein Startpaket für
nächstes Frühjahr!
Wie siehts bei Dir aus?

zwiebelige Grüße
margot

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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von parade » 15.09.2010, 15:15

Hallo Martin,

bei mir war es ähnlich, auch ich habe wegen des vielen Regens meine gesäten Zwiebeln herausgeholt. Kleine und grössere. Die grösseren kommen in die Küche, die kleineren will ich im Februar oder März wieder in den Boden geben. Ich mache das zum 1. Mal so mit gesäten Zwiebeln. Sonst habe ich immer Steckzwiebeln gekauft und im September in den Boden gegeben. Auch in diesem Jahr sind die gekauften Steckzwiebeln schon im Boden.

Wann sollen denn Deine Steckzwiebeln wieder in den Boden?

Gruss parade

parade
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von parade » 15.09.2010, 15:55

Hallo Margot,

ich bitte um Entschuldigung, ich hatte Deinen Namen verwechselt.

Gruss Parade

Martin
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Re: Zwiebeln zum Säen - Fragen dazu!

Beitrag von Martin » 15.09.2010, 17:37

Hallo Margot, hallo parade,

Bei mir ist die Zwiebelernte auch so gut wie abgeschlossen. Die Söflinger sind im Durchschnitt größer geworden, als die aus Steckzwiebeln gezogenen Pflanzen, die in diesem Jahr ziemlich mickrig blieben. So klein, daß sie als Steckzwiebeln herhalten könnten, sind aber die wenigsten Söflinger. Mit den kleinsten werd ichs vielleicht probieren. Die größeren sind richtig schön geworden und bestätigen die Angabe, daß es eine zweijährige Sorte ist. Ich werde die schönsten davon als Mutterpflanzen zum nächstjährigen Samenbau einsetzen. Ich will künftig alljährlich zwanzig Mutterpflanzen halten, um eine ausreichende genetische Breite zu gewährleisten. Zudem werde ich beim Anbau für die Küche künftig weniger Steckzwiebeln kaufen, sondern verstärkt auf die Aussaat der Söflinger setzen.
Steckzwiebeln tu ich immer im zeitigen Frühjahr in den Boden, Wintersteckzwiebeln, die man ja jetzt bekommt, habe ich noch nie probiert.
Die Söflinger-Ernte werde ich in den nächsten Tagen mal fertig putzen und dann fotografieren und hier einstellen, damit Ihr auch seht, was bei mir rausgekommen ist. Mein Vater, der vom Geschmack der Sorte begeistert ist, wollte schon die Ernte plündern... Konnte ich gerade noch verhindern...

Liebe Grüße,

Martin

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