zwiebelkrankheiten

Hier geht es um Anbaumethoden und Tipps bei Anbauproblemen

Moderator: Blütenmehr

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gerry
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zwiebelkrankheiten

Beitrag von gerry »

Hallo liebe Leute,
was ist dieses Jahr nur mit meinen Zwiebeln los ?
Seit dem zeitigen Frühjahr stecke ich immer wieder welche.
Sie beginnen zu treiben, dann stagnieren sie und fangen an zu kümmern,
teilweise sich zu krümmen, manche verschwinden wieder komplett.
Diejenigen, die das nicht tun, stehen zwar super da, wollen aber in Samen
gehen. Fast alle Zwiebel habe ich schön brav in der Nähe von Möhren gesetzt, das hat letztes Jahr toll geklappt. Wer hat Ideen, was ich tun kann ?
Ciao und Gruß
gerry

Roroge
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Beitrag von Roroge »

Das Problem hatte ich auch mal, bis mir der Gartenvorbesitzer gesagt hat, das das keine gute Erde für Zwiebeln ist, seitdem lass ichs- und hab Ruhe.
Heuer ist Lauch an der Reihe, der hat am Anfang sehr lang gebraucht, aber langsam wirds.
Bei Zwiebeln gibts glaub ich auch einen Pilz im Boden, warum die dann net wachsen wollen. Ist aber eher bei Tulpen bekannt.

mieze
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Beitrag von mieze »

wäre gut, du würdest noch ein bißchen mehr erzählen:
was stand vorher auf diesem Beet,
welche Nachbarn existieren
mit was hast du das Beet gedüngt
und wann
hast du irgendwann gesteckt oder nach Mond- oder Aussaat-Tage-Kalender
woher stammen die Steckzwiebeln
hast du nochmal nachgesteckt
wenn ja, waren es beim zweiten Versuch die gleichen oder andere??????

Viele Fragen

die Antwort liegt da irgendwo begraben

Grüssle Uli
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forumadmin
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Beitrag von forumadmin »

eine Möglichkeit wäre, dass die Zwiebeln durch falsche Lagerung schon halb vertrocknet oder verfault in die Erde kamen.

Das frühe Samentreiben ist aber eine Angstreaktion der Pflanze und zeigt eindeutig, dass der Boden zu trocken war - Zwiebeln bilden keine langen Wurzeln können also nicht aus den Tiefen ihr Wasser hochholen, wie z.B. die Puffbohnen oder andere. Hier bei uns war die letzten Wochen starke Trockenheit, meine nicht gemulchten Zwiebelgewächse gehörten zu den Pflanzen, die ich gegossen habe. LG Ludwig

liaam
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Beitrag von liaam »

bei uns ist das auch so!

Meine Frage: wird das noch was oder kann ich die Beete räumen und "sinnvoller" nutzen.
Die gelben Ziebeln, die ich Ende Februar gesteckt habe, sind knapp Daumengroß und fangen schon an abzuwelken.
Die roten Ziebeln, die ich Ende März gesteckt habe, sind ähnlich groß und treiben Samenstände ohne Ende.

Nur die Ziebeln von Mitte Mai scheinen zu gelingen...?!

lg GeO

kyosan
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Beitrag von kyosan »

liaam hat geschrieben:Meine Frage: wird das noch was oder kann ich die Beete räumen und "sinnvoller" nutzen.
Hallo Liaam!

Geh das Risiko ein und entscheide dich! Habe heute ähnliches Phänomen vorgefunden (Samenstengelnde Zwiebeln) und abgeräumt. Ist ja nicht eine vollkommen verlorene Sache, da alles auf dem Kompost landet. Nun sind wieder 2 Beetflächen frei, wo anderes (hoffentlich) demnächst gedeihen kann.

Cest la vie!

Gruß, Kyosan
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liaam
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Beitrag von liaam »

hallo kyosan,

leider hast Du Recht! Ludwig hatte ja gemeint, die Beizwiebeln könnten noch was werden...

Heute habe ich ein halbes Beet gelbe Ziebeln "geerntet", acht !!!! Stück, die Hälfte davon nicht wirklich größer als die Steckzwiebel, waren brauchbar - alle anderen durch und durch verfault.

Auf den Platz habe ich jetzt die zweite Generation Kohlrabi gesät.

Nächste Woche räume ich das restliche Beet und bringe dort die dritte Generation Rüben in den Boden.


lg. GeO

kyosan
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Beitrag von kyosan »

liaam hat geschrieben:leider hast Du Recht! Ludwig hatte ja gemeint, die Beizwiebeln könnten noch was werden...
Hi GeO!

Ludwig hat ja Recht, wenn er dafür plädiert noch ein bisserl abzuwarten - manchmal tut sich ja noch was gutes, aber der Winter und das Frühjahr waren vielleicht doch einfach zu nass, als dass sich ein für Zwiebeln passendes Bodenleben aufbauen konnte. Das nächst Mal klappt es dan hoffentlich um so besser...
Heute habe ich ein halbes Beet gelbe Ziebeln "geerntet", acht !!!! Stück, die Hälfte davon nicht wirklich größer als die Steckzwiebel, waren brauchbar - alle anderen durch und durch verfault.
Hmh, ja, 8 Zwiebeln reichen nur für einen ganz kleinen Zwiebelkuchen...
Nächste Woche räume ich das restliche Beet und bringe dort die dritte Generation Rüben in den Boden.
3. Generation Rüben? WOW! Was für Rüben? So, wie es hier aussieht, kann ich froh sein, wenn die Sommerernte was wird und es noch für die Herbstsaat reicht: Schon wieder ziehen endlose Wolkentürme auf, von Regen und Gewitter ist die Rede und eine wiederholte Abkühlung droht - laut der Wetterprognosen. Leider sieht es auch danach aus. :cry:

Ich drück dir die Daumen! Gruß, Kyosan
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liaam
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Beitrag von liaam »

kyosan hat geschrieben: ... Was für Rüben? ...
ich habe hier "Mairübe Goldball" und "Herbstrübe Bicolor" von Dreschflegel (die Namen verwirren etwas, man kann beide im Frühjahr und im Herbst säen - ...und natürlich jetzt auch!)

Die ersten hatte ich Anfang März gesät (im Freiland!), kamen auch schön, da ich aber nicht so früh mit den Schnecken gerechnet hatte, wurden die komplett abgefressen...
Die zweiten habe ich Mitte Mai gesät, die gedeihen prächtig, haben auch schon deutlich eine Rübe angesetzt.
Die dritten werde ich nächste Woche säen und dann nochmal Ende Juli/Anfang August. Das ist kein Problem, die letzten im letzten Jahr habe ich unter dem Schnee ausgegraben, ...und eine vergessene war auch noch im März völlig ok im Boden.

Wir bereiten die Rüben wie die Möhren, oft auch im Kombination mit diesen. Schmecken fein und sind gartentechnisch völlig problemlos (vorausgesetzt die Erdflöhe lassen die rettichartigen Blätter halbwengs dran...)

lg. GeO

margot
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Beitrag von margot »

hallo kyosan,
ich habe heute auch die Herbstrübe bicolor ausgesät, ich hatte sie noch nie und bin mal sehr gespannt wie die schmecken. Ich würde dir auch gerne ein bißchen Rhönsonne schicken wenn du mir im Ausgleich ein paar (nicht zu viele) Regenwolken umleiten könntest, bei uns hat es seit Anfang Mai höchstens 30 Liter geregnet, das ist sehr ungewöhnlich, sind das schon die Auswirkungen der Klimaveränderung?
Wie gehts eigentlich deinen Tomaten, sind sie jetzt draußen? Ich denke, dass ich so in ca. 3 Wochen die ersten Früchte ernten kann :D
sommerliche Grüße
margot

liaam
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Beitrag von liaam »

Hallo margot,
wenn Ihr so trocken habt, dann solltest Du bei den Rüben ein Auge auf die Erdflöhe haben, die mögen trockenen harten Boden sehr (ständiges Häckeln und feucht halten hilft tatsächlich).

Vor denen habe ich einen Heiden-Respekt, nachdem ich vor drei Jahren gesehen habe, wie sie innerhalb von einer knappen Stunde etwa 9 Meter Rettich (in drei Reihen) komplett !!! von den Blättern "befreit" haben - ...und da war das Kraut schon locker 8-10cm hoch!

...da meine Frau eher keine Radieschen/keinen Rettich mag, habe ich danach auf einen weiteren Anbau verzichtet.


lg. GeO

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