Freilandtomaten

Hier geht es um Anbaumethoden und Tipps bei Anbauproblemen

Moderator: Blütenmehr

Kaktus
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Registriert: 14.02.2008, 08:31

Beitrag von Kaktus »

Dasselbe spielt sich auch bei mir im Gewächshaus ab.
Wochenlang hatte ich Gurken im Überfluss, jetzt werden auf einmal die Blätter gelb und welk. Mal schauen, was sich weiter tut.
Die Tomatenernte ist auch o.k., nur leider habe ich Wühlmäuse im Garten, die mich noch den letzten Nerv kosten. Drei Tomatenpflanzen sind bereits hinüber (ich habe sowieso nur ca. 20 Pflanzen), auch Salat, Kohl usw. mögen sie :twisted: . Langsam gebe ich es auf, gegen sie anzukämpfen, da bis jetzt absolut nichts geholfen hat. Ich hoffe nur, sie lassen mir noch einiges von der Ernte übrig!

kyosan
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Beitrag von kyosan »

Hallo Kaktus!

Ja, die Wühlmäuse... Sie graben sich kreuz und quer durch meine Gärten, und das seit Jahren. Unsere Katzen sind zwar eifrig, buddeln aber in ihren Bemühungen auch mal die eine oder andere Pflanze aus. Ich bin mir noch immer nicht sicher, was gegen die kleinen Biester, die natürlich auch ein Lebensrecht haben, wirken kann. Mehr als genug anpflanzen, so dass etwaige Verluste nicht ins Gewicht fallen? Topinambur an allen Ecken und Enden pflanzen um sie dorthin zu locken?

Mittlerweile denke ich mir, dass eine herausragende Wühlmauspopulation mir ein Zeichen geben soll. Ein Zeichen, dass ich noch einiges zu tun habe um das Gleichgewicht der Gärten zu fördern. Da muss ih noch einiges an Erfahrungen machen.

Möglicherweise hilft eine dichte Mulchdecke aus Brenneseln und Beinwell den Boden zu aktivieren und die Wurzeln der Pflanzen zu stärken. Auch arbeite ich mit den sogenannten "Effektiven Mikroorganismen", und ich habe das Gefühl dass in einigen Bereichen der Gärten etwas Beruhigung eingetreten ist. Darauf schwören würde ich allerdings (noch) nicht. Alle "Schädlinge" sind als Signal für irgendwas zu verstehen. Das "irgendwas" und das Signal muss ich für mich allerdings noch verstehen lernen.

Hast du schon mal leere Flaschen eingebuddelt? Der Sound des darüberwehenden Windes soll angeblich (oder tatsächlich) abschreckend wirken. Sind ja hochsensible Tierchen. Gift, Gas und Totmachfallen kommen für mich nicht in Frage. Also muss ich wohl auch noch lernen, lernen, lernen, verstehen lernen.

Katze Francis kam gerade heim und knackt Trockenfutter.

Verzweifele nicht!

Gruß, Kyosan
Die Kraft der Effektiven Mikroorganismen: www.freies-em-forum.org - herstellerunabhängig!

Kaktus
Beiträge: 60
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Beitrag von Kaktus »

Hallo Kyosan,
danke für deine Anteilnahme.
Dass der Boden im Ungleichgewicht sein soll, wenn die Wühlmäuse überhand nehmen, habe ich auch schon gelesen. Allerdings habe ich meinen Garten direkt neben einer seit Jahren stillgelegten Wiese, die sicher nicht im Ungleichgewicht ist (aber vielleicht habe ich auch gerade deshalb so viele Wühlmäuse :shock: ), und pflege meinen Garten mit Mulchen, Brennesseljauche und eigenem Kompost. Da könnte ich momentan nicht sagen, was im Ungleichgewicht ist und wie ich dies ändern könnte. Aber wie du schon sagtest, man muss das vielleicht erst beobachten und verstehen lernen.
Leere Flaschen habe ich auch schon eingebuddelt, was aber leider auch nichts gebracht hat.
Klar haben die Wühlmäuse auch ein Lebensrecht, aber die sollen doch gefälligst was anderes fressen und nicht dauernd meine Pflanzen :lol: . Nein, im Ernst, manchmal ist es schon zum Verzweifeln, wenn 2 bis 3mal die Woche ein gehegtes Pflänzchen einfach verwelkt im Garten steht und man sieht, die Wurzeln sind abgefressen.
Ich wünsche dir viel Glück bei deinen Versuchen, die Biester loszuwerden :).

Viele Grüße
kaktus

liaam
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Beitrag von liaam »

das mit den eingegrabenen Flaschen kann man noch "verfeinern"!!

Gesehen in Tschechien, die schwören darauf, daß es gegen alles hilft, was durch den Boden wühlt...

Die benutzen Kunststoff-Flaschen, eine graben sie ein, aus der anderen bauen sie ein Windrad, geht sehr einfach, nur richtig zu/ausschneiden und mit Laschen zusammenfalten und auf einen Holzstab stecken.

Selbst bei kaum wahrnehmbarem Wind drehen sich die Windräder in den Flachen und müssen??!! im Boden ein sehr unangenehmes Geräusch verursachen durch die Reibung.


lg. GeO

Witty
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Beitrag von Witty »

Moin und Hallo,

ich hatte gegen die Wühlmäuse zunächst Kaiserkronen versucht - die habe sie einfach aufgefressen (wussten wohl nicht, dass sie sie eigentlich nicht mögen :wink: ). Dann habe ich Eisenstangen mit im Wind klappernden Dosen in die Erde gesteckt. Das hatte Erfolg, so ungefähr 3-4 Jahre lang. :D Nun kommen die Wühlmäuse wieder :? .

Zur Zeit versuche ich es mit dem Einbuddeln von Fischabfällen. Das scheint zu wirken, aber mal sehen wie lange es dauert, bis sie sich auch daran gewöhnt haben.

Ich glaube nicht, dass eine Wühlmauspopulation an einem Ungleichgewicht im Boden liegt, eher das Gegenteil. Dann das Angebot an leckeren Pflänzchen - wer nur Rasen und Koniferen hat, hat weniger Probleme damit. Und die Bodenstruktur spielt sicherlich eine Rolle. Sandiger Boden ist eher gefährdet als stark lehmhaltiger.

Beste Grüße

Witty

mieze
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Beitrag von mieze »

moin Witty,
das sehe ich auch so.
Ich habe ringsum Gärten mit Wiese, in meinem Garten aber durch das Mulchen einen ausgesprochen lockeren Boden. Durch den düsen sie wie D-Züge. Das mit Flaschen habe ich probiert, hat gar nichts geholfen. Die Windrädchen schmeißen sie einfach raus. Mein Kater steht hilflos davor, denn sie haben überhaupt keinen Grund aus den Löchern zu kommen. Ich hab schon teilweise die Gänge mit dem Gartenschlauch geflutet, hat aber nur vor Jahren eine empörte, patschnasse Maus aus dem Loch genötigt. Ich denke, die Windrädchen in Flaschen zu stecken, ist bestimmt eine gute Lösung, verstärkt nicht nur den Schall, sondern ist auch nicht mehr so leicht herauszustoßen. Ich schneide mittlerweile auch Zitronenschalen klein und leg sie in die Gänge ein. Wenn mir schon bei schimmelnden Zitrusschalen die Luft zum Atmen wegbleibt, dann vielleicht auch den Mühlmäusen. Mein Eindruck, die Gänge mit relativ frisch bestückten Schalen werden nicht weiter benutzt.
Mal schauen, was weiter passiert.

Grüssle Uli
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Großrollerfahrer aus Leidenschaft.
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margot
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Beitrag von margot »

habt ihr es schon mal mit frischen Holunderblättern probiert, soll angeblich auch helfen, habs noch nicht probiert, hab glücklicherweise (noch) keine Wühlmäuse, dafür aber etliche maulwürfe, das find ich aber nicht so schlimm, sie schaufeln immer schöne, ausgeruhte Erde nach oben, die man gut zum Pflanzen verwenden kann, ich kann ihnen auch nichts tun seit ich vor vielen Jahren das Buch "Der Stein von Duncton" gelesen habe.

gartengrüsse aus der rhön
margot

s.alvia
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Beitrag von s.alvia »

Einige Zeit wurde mein Garten auch von Wühlmäusen besucht.
Eine Bäuerin gab mir Ableger von einer Euphorbia (Kreuzblättriger Wolfsmilch). Die seither immer irgendwo im Gemüse steht.
Zusätzlich gab ich Jauchen von Holunder,Wermut u. A. Starkduftendes in die Gänge. Jedenfalls hatte ich nach einiger Zeit keine Wühlmäuse mehr. Was ausschlaggebend war, weiß ich daher auch nicht. Vielleicht war Nachbars Garten auch verlockender?
http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzbl%C3 ... smilch[url]
Ansonsten ernte ich gerade reichlich von allen Tomaten. Muß aber tw. die ersten kanken Blätter entfernen.
Die Gurken lassen langsam nach und die ersten Kürbisse und Zuccini bekommen Mehltau. :cry: Was mich aber bei diesem feuchten, regnerischen Sommer hier im Süden nicht wundert.
Gruß Salvia

Martin
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Beitrag von Martin »

[quote="s.alvia"]Einige Zeit wurde mein Garten auch von Wühlmäusen besucht.
Eine Bäuerin gab mir Ableger von einer Euphorbia (Kreuzblättriger Wolfsmilch). Die seither immer irgendwo im Gemüse steht.


Die haben wir auch im Garten, aber als ich kürzlich im Internet gestöbert hab, mußte ich wirklich überall lesen, daß diese Wirkung ein Irrglaube ist. Bei uns jedenfalls scheren sie sich nicht um die Wolfsmilch, sondern fressen einfach leckere Wurzeln direkt daneben.

LG, Martin

eden
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Beitrag von eden »

Nun möchte ich doch auch mal berichten, was aus meinen Tomaten geworden ist.
Es sind riesengrosse Pflanzen geworden, voller Früchte.
Einen Teil habe ich am Gerüst gezogen, andere am Zaun hochgeleitet. Die rote Murmel ist im Kübel nicht so willig, die Humboldt schon eher. Möglicherweise liegt es auch am Standort. Im Gewächshaus sind sie ganz schön geschossen, dort ist die Ernte schon bald abgeschlossen. Am allerbesten wachsen sie im Gartenbeet, kräftige, reichtragende Pflanzen.
Ich bin jetzt überzeugt, dass es auch im Freiland geht, selbst in unserem feucht -kühlem Klima, bislang keine Anzeichen von Braunfäule,und werde im nächsten Jahr sicher noch andere Sorten ausprobieren.
Mit dem Paprika hatte ich nicht soviel Glück. Leider haben mir die Rehe die Spitzen mitsamt Blüten abgefressen und dann brauchten sie eine ganze Weile um sich wieder zu erholen. Sie stehen jetzt in voller Blüte und ich denke das wird nichts mehr. Na ja, so ein paar wenige Schoten werde ich wohl ernten können.
Wie ich gelesen habe, habt ihr ja auch alle eine reiche Tomatenernte.
Gruss Eva

margot
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Wohnort: Zeitlofs/Rhön

Beitrag von margot »

Wir hatten einen sehr regenarmen Sommer und alle meine Tomaten haben bislang im Freiland noch keine Braunfäule :D
Rote Murmel wächst sehr gut und schmeckt auch sehr lecker,
dann habe ich noch Jasnaja, Matina u. eine kleine längliche Cocktailtomate (Name unbekannt) draußen, alle sehen supergut aus und tragen ordentlich.
Meine Gewürzpaprika sind sowohl draußen im Kübel als auch im Gewächshaus dieses Jahr gut geworden, habe heute welche getrocknet, allerdings waren die Samen anscheinend nicht sortenrein, denn es sind auch gelbe und eine (noch) grüne Sorte dabei, die aber auch sehr reich tragen, mal sehen wie sie schmecken.
Mein erster zufriedenstellender Paprika-Anbau seit vielen Jahren :!:
Vielleicht liegt es an dem sonnenreichen Sommer hier in der Rhön.

gruss margot

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