Freilandtomaten

Hier geht es um Anbaumethoden und Tipps bei Anbauproblemen

Moderator: Blütenmehr

eden
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Freilandtomaten

Beitrag von eden »

Ich habe in diesem Jahr die Wildtomaten HumboldtII und Rote Murmel ausgesät. Sie entwickeln sich auch sehr gut.
Beide Sorten sind für das Freiland geeignet. Was heisst jetzt Freiland? Im Kübel, geschützt an der Hauswand mit Dach über dem Kopf? Oder wirklich ins Freiland? Kann das überhaupt klappen, auch wenn sie recht krautfäuleresistent sind?
Die Wuchsform dieser Tomaten unterscheidet sich doch gewaltig von den Tomaten, die ich bisher angebaut habe. Sie haben jawohl einen erheblichen Platzbedarf, 2m². Da ist mein kleines Gewächshaus mit drei Pflanzen schon ausgelastet.
Gruss Eva.

forumadmin
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Beitrag von forumadmin »

Freiland heißt tatsächlich unbedacht, ungeschützt im Graten - wobei Humboltii nicht ganz so tolerant ist wie die Rote Murmel - letztere hält es wirklich bis zum ersten Frost im Oktober aus - selbst im letzten Jahr was ja sehr feucht war haben sie durchgehalten und ich hab im Oktober noch Früchte geerntet - lediglich das Wachstum und die Erntemenge war letztes Jahr etwas eingeschränkt. Am besten ein Gerüst dafür bauen oder am Zaun wachsen lassen. LGLudwig

eden
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Beitrag von eden »

Das ist ja toll! Danke Ludwig.
Dann pflanz ich die Humboldt ins Gewächshaus und die Rote Murmel tatsächlich ins Freiland. Da bin ich ja mal gespannt, wir haben hier ziemlich viele Niederschläge.
Ich bin auch gespannt, ob das mit dem Paprika im Freiland auch klappt.
Gruss Eva.

Pfälzer
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Beitrag von Pfälzer »

Also die Humboldti hatte ich 2006 ungeschützt in die Mitte des Gartens gesetzt und denen ging es dort ganz ausgezeichnet, ich hatte sie auch nicht hochgebunden oder sonst irgendetwas, Sommers hatte ich dann einen riesigen Tomatenbusch der kurz bis vor den ersten Nachtfrösten durchgehalten hatte...

Was soll das Problem sein mit Paprika im Freiland? Falls das Klima nicht so weinbaumäßig wie bei uns sein sollte evtl. einen großen Stein zwecks Wärmespeicherung neben den Pflanzen platzieren :?:
Vorsicht, Pfälzer!

eden
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Beitrag von eden »

Ja, leider haben wir hier nicht so ein mildes Klima. Der Gedanke mit den Steinen war mir auch schon gekommen und könnte eine Lösung sein, da Paprika doch sehr viel Wärme mögen.
Vielleicht wird dieser Sommer ja auch besser als der letzte. 8)
Das man die Tomaten ins Freiland pflanzen kann, finde ich echt genial.
Habt ihr die Pflanzen irgendwie gestärkt, mit Brennessel oder Schachtelhalm?
Gruss Eva.

forumadmin
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Beitrag von forumadmin »

Ich hab die Tomaten nicht besonders behandelt - die paprikas sind in ihren Bedürfnissen auch sehr unterschiedlich, die beste fürs Freiland ist wohl die Frühzauber, aber auch die anderen sind in normalen Jahren was geworden, selbnst letztes Jahr hatte ich 5 Sorten im Freien und alle hatten Früchte, wenn auch weniger. Die Tomaten mögen das Feuchte nicht so die Paprika das Kühle. LGLudwig

salvia
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Beitrag von salvia »

Hab die selbe Erfahrung, wie Ludwig gemacht.
Baue auch WT Golden Currant frei im Garten an.
Meine Tomaten bekommen immer wieder mal eine Portion Ackerschachtelhalm, Rainfarn-Brennesseljauche.

Gruß Salvia

eden
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Beitrag von eden »

Dank euch.
Mit der Wahl der Paprikasorte lag ich ja dann doch ganz gut. Ich glaube, die frühe Sorte wird wohl eine kleine Chance haben.
Gruss Eva.

RenateK
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Beitrag von RenateK »

Hallo,
wir hatten bisher Huboldtii und Rote Murmel, aber auch Cerise Rot im Freiland. Das war nie ein Problem. Vor zwei Jahren hatten wir die letzten tatsächlich kurz vor Weihnachten (allerdings Bonn, hier ist es warm und es friert oft gar nicht oder nur im Januar mal ein bisschen).
Gruß, Renate

eden
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Beitrag von eden »

Hallo Renate, hast du ein Gerüst gebaut?
Geht das eventuell auch ohne? Ich habe im Moment so gar keine Vorstellung, wie das ausssehen könnte, müsste.
Gruss Eva.

forumadmin
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Beitrag von forumadmin »

Ein Gerüst ist das passendste für die Wildsorten, denn sonst bildet sich ein sehr breiter niedriger Busch auf der Erde, bei sehr feuchtem Wetter gammeln dann die unten hängenden, an einem luftigen Gerüst hängend sind sie auch besser zu beernten. LGLudwig

eden
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Beitrag von eden »

Wahrscheinlich ergibt sich die Form des Gerüstes mit dem fortschreitenden Wachstum des Tomatenpflanzen.
Gruss Eva.

salvia
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Beitrag von salvia »

Hallo Eva
Geht das eventuell auch ohne? Ich habe im Moment so gar keine Vorstellung, wie das ausssehen könnte, müsste.
Ich benutze, wie bei den anderen Tomaten einen Spiralenstab. Und binde dann mit Schnüren hoch
Man könnte aber auch ein dreibeiniges Holzgestell bauen, wie es bei Stachelbeeren benutzt wird.
Gruß Salvia

forumadmin
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Beitrag von forumadmin »

man kann auch ein sternförmiges Gerüst bauen, oder die Nebentriebe an einem Zaun sternförmig nach außen binden. Das beste ist allerdings einen nach oben sich öffnenden Trichter zu bauen. 3 oder besser 4 Stangen schräg von außen zur Tomatenpflanze in den Boden stecken und darauf in mehreren Ebenen Stangen festbinden, über die sich dann die Ranken hängen, so kommt Licht rein und je weiter vom Zentralstengel weg, desto mehr Platz haben die sich immer weiter verzweigenden Triebe. LGLudwig

Kaktus
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Beitrag von Kaktus »

Hallo Ludwig,
aus deinem Beitrag schließe ich dass du die Wildtomate nicht ausgeizt.
Machst du das nur bei den Wildtomaten nicht oder auch bei den anderen Sorten?
Bis jetzt habe ich bei den Tomaten immer die Seitentriebe gekappt. Da ich heuer das erste Mal eine Sorte Wildtomate gesät habe, würde mich das sehr interessieren.

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