Seite 1 von 1

Moos im Staudenbeet

Verfasst: 12.04.2008, 22:10
von margot
hat jemand einen Tip wie man die Vermoosung der Stauden verhindern kann? Ganz schlimm ist es bei mir zwischen den Herbstastern, dem Phlox und den Taglilien und es ist sooooo mühsam das Moos herauszukratzen. :cry:
Ich hoffe auf den Supertip!
margot

Verfasst: 13.04.2008, 08:44
von forumadmin
Hallo margot - mir ist auch aufgefallen, dass es in meinen Stauden, vor allem im letzten Jahr mehr Moos gab, das lag wohl an dem regnerischen Jahr. Moos wird begünstigt durch wenig Licht, viel Regen und sauren Boden, also man könnte die Stauden etwas auslichten und (oder) etwas Kalk streuen. LGLudwig

Re: Moos im Staudenbeet

Verfasst: 13.04.2008, 09:29
von salvia
Hallo Margot
Ich hoffe auf den Supertip!
Naja den Supertip wird es wohl nicht geben.
Wie schon erwähnt wurde, ist Moos immer dort, wo es entsprechende Feuchtigkeitsbedingungen etc. vorfindet. Das Ein- und Aufstreuen von Sand an den entsprechenden Pflanzstellen erschwert dem Moos jedenfalls auch das Wachstum.
L.G.
Salvia

Verfasst: 13.04.2008, 11:32
von mieze
moin, moin
ich hab mal ein bißchen bei Wikipedia gestöbert.
Hier ein kleiner Auszug:
"Moose sind in der Regel klein und wachsen relativ langsam. Daher sind sie im Vergleich zu den Höheren Pflanzen konkurrenzschwach. Sie weichen daher vielfach auf Standorte aus, die von diesen nicht besiedelt werden können: Felsen, Borke und Blätter als fast nährstofffreie Standorte, Waldböden als sehr dunkle Standorte sowie offene und gestörte Standorte."
Und eben, weil sie keine echte Konkurrenz darstellen, laß ich sie als Bodenbedeckung zwischen meinen Blumen stehen. Ich leg dann noch ein paar Steine und Wurzeln mit dazwischen. Wenn die übermoost sin, sieht das ganze auch noch sehr natürlich und schön aus.
Die meisten Moosarten besitzen einen Austrocknungsschutz, der den Blumen letzendlich auch zugute kommt.
Ob der Boden zu sauer ist, würde ich nicht unbedingt beurteilen wollen:
"Für viele Moosarten ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kalium, Kalzium und Magnesium notwendig, weshalb viele Arten nur auf sauren Standorten vorkommen. Manche Arten wie Bryum argenteum und Marchantia polymorpha bevorzugen stickstoffreiche Standorte, sie sind nitrophil. Sie werden durch die hohen anthropogenen Stickstoffimmissionen in Europa stark gefördert."
Kalk kann helfen, muß aber nicht. Eine Probe wird es zeigen.

Grüssle Uli

Moos im Staudenbeet

Verfasst: 13.04.2008, 18:59
von margot
danke für die Tips, ich werde es mal mit Kalk probieren, denn sandig ist mein Boden sowieso und dann bleibt nur die Hoffnung auf einen nicht zu nassen Sommer!
margot

Verfasst: 14.04.2008, 12:23
von forumadmin
danke Mieze für deinen hinweis auf kalkliebende Moose - man lernt doch immer noch was dazu
LGLudwig

Verfasst: 15.04.2008, 07:31
von Witty
Moin und Hallo,

Kalkliebe ist noch nicht alles bei den Moosen. Bei uns wachsen sie auf Kalksandstein in voller Sonne am Südhang - auf den Abtrennungen in unserem Küchenkräuter-Garten.

Allerdings gehe ich mit Ihnen auf die gleiche Weise um wie Mieze - ich lasse sie wachsen. Sie stellen keine Konkurrenz dar und sehen meiner Meinung nach auch hübsch aus. In Asien gestaltet man ganze Gärten nur mit Moosen - die finde ich einfach toll. Moose haben auch eine sehr nützliche Eigenschaft für uns - da sie so im Nachteil gegenüber den anderen Pflanzen sind, haben sie sich gegen Schnecken gewappnet. Und so kann man die Schneckeninvasion zumindest etwas zügeln, wenn man andere Pflanzen von Moosen "umzingeln" lässt.

Beste Grüße

Witty

Verfasst: 15.04.2008, 15:01
von Roroge
Ich hab da auch mal was gelesen.
Zum thema Moos und Schnecken, und zwar, das die das gar net mögen. Da hies es man solle Moos paar tage in Wasser stehen lassen- keine Jauche- und dann das Moos wegkippen und den Rest als Giesswasser verwenden.
Wer gern experimentiert soll sich hierbei keinen Zwang antun!

Verfasst: 05.05.2008, 12:15
von Roroge
Hallo Margot!
Nochmal wegen deinem Moos (ich schätze du bist eh nicht die einzige)- ich hab da mal mit meinem Mann drüber gesprochen, und er kennt das Problem auch von Vielen Privatgärten.
Seine langfristige Erfahrung und Verbesserung beruht auf organischem Dünger (hat doch wohl jeder anständige Gärtner daheim)- kein mineralischer.
Wir selbst benutzen den von Oscorna, da ist Bentonit und Gesteinsmehl drin. Ich finde der riecht auch ganz ok.
Allerdings dauert es einige Zeit, aber es wird echt weniger.Durch den Dünger wird das Bodenleben angeregt, und wenn eine stabile Basis erreicht ist, kommt auch das Moos nimmer so hoch.
Ich würde es evtl. vorher noch bisl aufkratzen, dann wirkt es auch ein wenig mulchig, der Boden ist bedeckt, und es kann trotzdem zersetzt werden.

Verfasst: 06.05.2008, 22:14
von margot
hallo roroge,
ich hoffe, Ihr habt neben Moos auch andere Gesprächsthemen! Trotzdem danke für den Tip mit dem Bentonit, ich habe es seither nur für den Boden unter den Nutzpflanzen verwendet, den Stauden habe ich so was Anspruchsvolles noch nicht gegönnt, aber vielleicht wollen die ja auch mal verwöhnt werden - ich habe ihnen schon Kalk zu Füssen gestreut und habe das Gefühl, das Moos ist schon weniger geworden - naja manchmal versetzt auch der Glaube Berge.Aber ich werde die Staudenbeete trotzdem noch mal mit organischem Dünger (was sonst) versorgen. Irgendwie sind die Stauden bei mir schon bisschen die letzten, die gedüngt werden, das haben sie eigentlich nicht verdient :(

Frühlingsgrüsse aus der Rhön
margot

Verfasst: 07.05.2008, 12:32
von Roroge
Hallo Margot, - über was wollen denn schon zwei Ga-Las nach Feierabend sprechen, wenn net über Garten und Co? :)

Wegen dem Kalk- das find ich net so gut den Immer einzeln zu streuen, der fällt ja auch so net vom Himmel.
Bentonit ist in dem Sinne wichtig, da es die Wasserspeicherfähigkeit erhöht.

Moosbildung kann auch eine eisenmangelerscheinung sein( die wenigsten Leute wissen das ZUVIEL Kalk das Eisen im Boden festsetzt, d.h. die Pflanze kann es nicht aufnehmen, das sieht man dann an den Blättern).

Naja, viel Spass beim Düngen: einharken und wässern net vergessern!
Auch bei organischem! Oder hat dir schon mal ne leckere Bratwurst ohne ein kühles Blondes geschmeckt? :roll: