Kartoffeltonne

Moderator: Blütenmehr

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Bienchen
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Kartoffeltonne

Beitrag von Bienchen »

Ich hatte bei Seymour gelesen, dass man Kartoffeln, besonders bei Paltzmangel, wunderbar in einer Tonne ziehen kann und tolle Ergebnisse erzielt. Jetzt hatte ich eine Tonne übrig und wollte das mal ausprobieren. Ich habe in die Tonne unten Löcher reingebohrt und genau wie Seymour es sagt, erst nur wenig Erde eingefüllt, die Kartoffel reingesetzt und nach und nach immer mehr Erde aufgefüllt. Nach Seymours Prophezeihungen sollte die Tonne im Herbst dann hochvoll mit Kartoffeln sein, aber Pustekuchen, bei mir waren nur 5 mickrige Dinger drin... :cry: Habe ich was falsch gemacht ? Hat jemand von euch Erfahrung mit der Kartoffeltonne ?

Bienchen
forumadmin
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von forumadmin »

Hallo Bienchen ich hatte den gleichen Misserfolg wie du

LGLudwig
margot
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von margot »

hallo Bienchen und Ludwig,
ich hatte Kartoffeln zwar nicht in einer Tonne, aber in einem Korb versucht anzubauen und war von der Ernte auch enttäuscht - vielleicht hatte Seymour eine besondere Kartoffelsorte :lol:

grüße aus dem noch nicht winterfesten Rhöngarten
margot
Michl
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von Michl »

hallo zusammen,
bekommen eure kartoffeln in der tonne genug licht?
ein bekannter von mir hatte sehr guten erfolg mit dem gleichen prinzip, allerdings benutzte er alte autoreifen, die er mit der wachsenden kartoffel aufsetzte. nach fuenf oder sechs autoreifen erntete er angeblich so um die 10 kilo pro stapel...

guesse,
michl
phisen
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von phisen »

Moin moin,

ich habe jetzt zwei mal versucht, Kartoffeln in der Tonne anzubauen. Im letzten Jahr ging es mir ähnlich wie hier schon beschrieben. In diesem Jahr war es auf jeden deutlich besser. Da ich bisher keine Erfahrungen mit "konventionellem" Kartoffelanbau habe, weiß ich nicht, ob der Ertrag besonders hoch war oder nicht. Es kam mir allerdings nicht sehr viel vor. Ich hatte beide male Kartoffeln von meinem Biobauern keimen lassen und eingepflanzt. Dieses Jahr hatte ich aus fünf Kartoffeln 3-5 Kilo bekommen (ich habs nicht gewogen). In jedem Fall waren die Kartoffeln deutich größer als letztes Jahr.
Mir ist vor allem aufgefallen, dass die Kartoffeln mehr oder weniger in Etagen wuchsen. Außerdem kam mir die Erde in der Tonne im letzten und auch in diesem Jahr sehr trocken vor. Vor allem unten natürlich. Das hatte ich in diesem Jahr, bei den Niederschlägen, die ich hier hatte, nicht erwartet.

Meine Schlussfolgerung war auf jeden Fall, dass es vielleicht an der Wasserversorgung liegen könnte. Bis das Gießwasser in eine Tiefe von 50 (oder sogar über einen Meter nach Seymour?) vorgedrungen ist, muss man oben natürlich eine ganze Menge reinkippen.
Vielleicht müsste man in der Mitte ein durchlöchertes Gießrohr einbauen? Ich werde der Tonne wahrscheinlich noch eine dritte Chance geben...

Schöne Grüße aus Leipzig
Philipp
Finn
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von Finn »

Das ist ja entmutigend!

Wir haben 4 alte Eichenfäßer bekommen und wollten 2 davon für Kartoffeln nutzen.

Hat event. jemand im letzten Jahr einen Versuch mit Gießrohr gemacht und so ein besseres Ergebnis erzielt?
LG

Finn u. Familie
forumadmin
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von forumadmin »

Letztes Jahr war eh ein gutes Kartoffeljahr, seit Jahren hatte ich keine so gute Ernte. Ich hatte damals eine Kiste gebaut (Nut und FederBretter) die ich immer höher baute, um immer genug Licht zu haben, aber es gab kaum Ertrag. Je nach Sorte und Jahr ergibt eine Knolle zwischen 500 und 1000 Gramm Knollen-Ertrag.
LGLudwig
Finn
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von Finn »

Danke Ludwig!

Ah, das Licht! Daran hatten wir nicht gedacht.

Wir hatten vom Kartoffelturm gelesen, gebaut aus alten Reifen. Die mögen wir jedoch nicht nehmen, weiß man doch nicht, welche Ausdünstungen in die Kartoffeln strömen. Deshalb dachten wir die alten Eichenfäßer wären event. geeignet. Wurden über viele Jahre für Wein genutzt und sollten, da Naturmaterial, sauber sein. Gut, das wird wohl nicht funktionieren.

Da aber, wie Du schreibst, auch die "wachsende" Kiste keinen Ertrag bringt, werden wir auf Kartoffeln verzichten müssen. Unser Garten ist leider für solche Liebhabereien zu klein. Schade!
LG

Finn u. Familie
gartenhoernchen
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Re: Kartoffeltonne

Beitrag von gartenhoernchen »

Hallo Zusammen,

auch wenn das Thema schon recht alt ist, vielleicht interessiert sich ein "neuer" Leser auch einmal dafür.

Ich verwende gebrauchte Plastiksäcke von Pflanzerde für die Kartoffeln. Unsere "Haupt"kartoffeln haben wir in einem großen Gartengrundstück im Boden. Viele meiner Bekannten wissen, dass sie bei mir ihre Erdesäcke loswerden, wenn sie diese nicht zerreißen sondern einfach oben aufschneiden. Die Säcke sammel ich und pflanze im Frühjahr "Restkartoffeln" dort rein. In einen 60l-Sack meistens 3 Kartoffeln.

Die Säcke krempel ich runter bis auf ca. 30 cm, unten kommen - wenn nicht vorhanden - ein paar kleine Löcher als Wasserablauf rein, dann fülle ich sie mit einem Gemisch aus Gartenerde und - je nach Ausgangserde - Kompost, Gesteinsmehl, kleingeschnittenen Brennnesseln usw., Kartoffeln reinstecken und abwarten. Wenn's arg trocken ist, ab und zu gießen. Ich mache immer so viele Säcke, wie ich Kartoffeln übrig habe. Manchmal kommen während des Jahres noch ein / zwei Säcke dazu. Ich fange auch schon im März an und packe die Säcke bei Frostgefahr gut ein.

Sobald die Pflanzen ca. 30 cm hoch sind, krempel ich ein Stück Sack am Rand hoch und fülle vorsichtig eine weitere Schicht Erde + evtl. Kompost ein. So geht's ein paar Mal.

Auf Kartoffelkäfer muss man auch hier achten, wobei bei uns noch keiner meine "Sackplantage" entdeckt hat. Die sind alle in unserem Hauptgarten... :(

Wenn die ersten Pflanzen abgestorben sind, wird der Sack ausgekippt, die Kartoffeln kommen in den Topf und die Erde auf einen Haufen bis zur weiteren Verwendung.

Der Vorteil ggü. Kübel/Fässer/Tonne ist, dass man die Höhe des Pflanzgefäßes ständig der Höhe der Kartoffelpflanze anpassen kann. Sie hat also immer Licht und Luft zum abtrocknen und denn genug Standfestigkeit. Nachteilig ist, dass ein Kübel oder ein Fass sicher dekorativer ist.

Funktioniert jedenfalls wunderbar, ist pflegeleicht und prima für Flächen, die z.B. gepflastert sind, und genial für faule Menschen wie mich, die ihren sonstigen Kartoffelgarten ein paar Hundert Meter entfernt haben. :D Ernte bisher reichlich und superleicht. Kann ich also nur empfehlen.

LG Claudia
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