Erhaltungssorten

Gentechnologie, Saatgutrecht u.ä. in Landwirtschaft und Gartenbau
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Suse
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Erhaltungssorten

Beitrag von Suse » 04.07.2017, 19:20

Hallo Ludwig,

da ich mich mit politischen und erhalterischen Themen der Sortenvielfalt im Gemüsebau beschäftige, habe ich folgende Frage:
Wieviel kostet es, Erhaltungssorten beim Sortenamt anzumelden und in geringem Umfang in Verkehr zu bringen? Meine bisherigen Informationen reichen von lediglich 30 € pro Jahr an das Sortenamt, bis 500€ die im Lauf von 10 Jahren anfallen.
Kannst Du mir über die Kosten, vielleicht auch über die Hürden, genauere Auskünfte geben?

Liebe Grüße von Suse

forumadmin
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Re: Erhaltungssorten

Beitrag von forumadmin » 07.07.2017, 09:47

Hallo Suse
Man kann Sorten als Erhaltunssorten anmelden, aber das ist dann eine Gebietsorientierte Anmeldung. Die Sorte ist dann an eine bestimmte Region gebunden, man kann sie dann nur dort anbauen. Das hat eine Bedeutung z.B. für Parmaschinken, der nur in Parma produziert werden kann. Für Pflanzenproduktion ist das eine enorme Einschränkung. Wir plädieren für einen freien Anbau. Die kann man erreichen mit der Anmeldung einer Amateursorte, Dreschflegel hat über den Dreschflegel e.V. einige Sorten als Amateursorte angemeldet. Dafür muss man eine Beschreibung der Sorte (man muss sich auch einen Sortennamen ausdenken, oder angeben unter welchem Namen die Sorte schon mal verkauft wurde) und ein Samenmuster beim Bundessortenamt einreichen. Das kostet wenn ich da nicht falsch liege bei 30Euro pro Jahr. Aber du kannst dich noch mal bei Sabine vom Dreschi.e.V. genauer erkundigen.
http://dreschflegel-verein.de/kontakt/

LGLudwig

Suse
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Re: Erhaltungssorten

Beitrag von Suse » 08.07.2017, 04:55

Hab Dank, Ludwig, für deine Informationen. Werd mich noch weiter durchfragen.
Gruß von Suse

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